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LEXIKON

Popliteratur

von dem Begriff Pop-Art abgeleitete Bezeichnung für einen literarischen Schreibstil, der den Zeitgeist der jüngeren Generation einzufangen versucht. Ursprünglich in den 1960er Jahren in den USA im Umfeld der Beat Generation entstanden und 1968 von Rolf Dieter Brinkmann in Deutschland eingeführt, bricht die Popliteratur mit den herkömmlichen literarischen Traditionen und nimmt in Inhalt und Sprache besonders Bezug auf die Alltags-, Populär- und Jugendkultur (vor allem in Anknüpfung an die Bereiche Popmusik und Medien). Die Texte berichten in realistischer Erzählweise und unter Verwendung von Slang, Umgangs- oder Szenesprache häufig aus dem Leben von Heranwachsenden oder von gesellschaftlichen Außenseitern; deutschsprachige Vertreter u. a.: Rainald Goetz, Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht, Alexa Hennig von Lange.
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