Lexikon
Propagạnda
[
die; lateinisch
]ursprünglich die Bemühungen um die Ausbreitung des katholischen Glaubens (Propagandakongregation). Heute versteht man unter Propaganda die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Wort, Bild, Schrift, Musik, Symbol (z. B. Abzeichen) und Aktion (z. B. Kundgebung), hauptsächlich in politische Absicht und unter Ausnutzung sozialpsychologischer Erkenntnisse. Das nationalsozialistische Regime in Deutschland errichtete 1933 ein Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter J. Goebbels, das alle Massenkommunikationsmittel und große Teile des Kulturlebens unter seine Kontrolle brachte. In der leninistischen Terminologie versteht man unter Propaganda die systematische Schulung in der Theorie des Marxismus-Leninismus, während die tagespolitische Massenbeeinflussung Agitation genannt wird.
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