Lexikon
ravennạtische Kunst
die spätantik-christliche Kunst in Ravenna, deren Bedeutung vor allem in der großen Zahl der unverfälscht erhaltenen Bauten mit Mosaikschmuck liegt, darunter das sog. Mausoleum der Galla Placidia (2. Viertel des 5. Jahrhunderts) und S. Giovanni Evangelista, die nach 424 gegründete Hofkirche als frühestes Beispiel einer ravennatischen Basilika. Als weitere Bauten sind hervorzuheben: Baptisterium der Orthodoxen, zu Beginn des 5. Jahrhunderts erbaut, um 460 mit Kuppel und Mosaiken ausgestattet; S. Apollinare Nuovo (um 490), Gründung Theoderichs als arianische Hofkirche; S. Apollinare in Classe, 549 geweiht; S. Vitale, ein um 545 gebauter, mit Umgang und Emporen ausgestatteter oktogonaler Zentralbau, dessen gesamtes Sanktuarium mit Mosaiken überzogen ist; Mausoleum des Theoderich, noch zu dessen Lebzeiten als doppelgeschossiger Grabbau von syrischem Typus errichtet.
Wissenschaft
Recyceln statt verbrennen
In ausgedienten Rotorblätter von Windrädern stecken etliche Materialien, die sich noch nutzen lassen. Bisher fehlten dazu die Techniken, jetzt gibt es vielversprechende Ansätze. von ANDREA HOFERICHTER Wie ein gestrandeter Wal liegt das 80 Meter lange Rotorblatt auf dem Betonpflaster des Bremerhavener Gewerbegebiets, kurz hinterm...
Wissenschaft
Die Krux mit der Anwendung
Apply or die!“, lautet eine Floskel, die auf eine eher ungeliebte Entwicklung im Forschungsbetrieb abzielt – „Wende an oder stirb!“ Sarkastisch steht sie für den zunehmenden Druck, dass die Wissenschaft möglichst Ergebnisse produzieren solle, die unmittelbar in konkrete Anwendungen münden können. Klar, das ist kein schlechtes...