Lexikon

Rückenmark

Rückenmark: Querschnitt
Rückenmark: Querschnitt
das auf der Rückenseite liegende röhrenförmige Zentralnervensystem (Neuralrohr; Nervensystem) der Chordatiere, das als ektodermale Einstülpung entstanden ist. Bei den höheren Wirbeltieren mit deutlich abgesetztem Gehirn ist das Rückenmark im engeren Sinne (Medulla spinalis) die Fortsetzung des vom Gehirn ausgehenden verlängerten Marks (Medulla oblongata), die im Rückenmarkskanal (in der Wirbelsäule) verläuft. Wie das Gehirn wird das Rückenmark von einer weichen und einer harten Rückenmarkshaut umgeben und von der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (sog. Liquor, Zerebrospinalflüssigkeit) umflossen. Innerhalb des Rückenmarks sind die Nervenfasern wie in einem Telegrafenkabel in einzelnen Bündeln angeordnet. Bei den Säugetieren ergibt sich folgendes Querschnittsbild: in der Mitte um den Zentralkanal liegt die aus Ganglienzellen bestehende graue Substanz; ihr Querschnitt ergibt ein schmetterlingsförmiges Bild; außen ordnet sich die weiße Substanz der markhaltigen, die Leitungsfasern führenden Nervenfaserbündel um die graue Substanz; aus den Ausbuchtungen der grauen Substanz (Vorderhörner) entspringen die zu den Muskeln ziehenden, der Bewegung dienenden Nervenfasern und treten in den sog. vorderen Wurzeln aus dem Rückenmark heraus; die gefühlsleitenden Fasern gelangen in den hinteren Wurzeln ins Rückenmark und sammeln sich besonders in den Hintersträngen der weißen Substanz; in den Vorder- und Seitensträngen verlaufen die der Bewegung dienenden, vom Gehirn zum Rückenmark ziehenden Nervenfasern.
Als das ferne Kuipergürtel-Objekt Quaoar einen Hintergrundstern passierte, wurde dessen Licht von Ringmaterie absorbiert, die den Zwergplaneten in einer Distanz von 6,4 Quaoar-Radien umkreist. Doppelt so weit entfernt ist der 80 Kilometer große Mond Weywot (links unten). Der helle Stern oben ist unsere Sonne. ©Illustration: ESA/ATG
Wissenschaft

Der seltsame Ring eines Zwergs

Ein Außenseiter im Sonnensystem lässt rätseln: Wieso ist aus dem Ring um Quaoar kein Mond entstanden?

Der Beitrag Der seltsame Ring eines Zwergs erschien zuerst auf wissenschaft.de.

Vögel
Wissenschaft

Algorithmen für die Vogelforschung

KI-gestützte Analysen von Vogelstimmen bringen neue Erkenntnisse über die Zugrouten, Bestände und den Gesundheitszustand der Tiere. von TIM SCHRÖDER Schon seit Jahrzehnten nutzen Biologen Satellitensender, um die Zugwege von Tieren zu erforschen. Die Geräte zeichnen regelmäßig die Positionen der Tiere auf. Dank dieser Daten...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon