Gesundheit A-Z

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose
Multiple Sklerose
Eine Schädigung der schützenden Markscheiden führt zu Multipler Sklerose. Makrophagen (weiße Blutkörperchen) entfernen die beschädigten Abschnitte der Markscheiden, so dass die Nervenfasern freiliegen und Nervenimpulse schlecht oder gar nicht weitergeleitet werden können.
Abk. MS, schubförmig verlaufende oder primär progrediente demyelinisierende entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems unbekannter Ursache; vermutet wird eine, evtl. viral bedingte, Autoimmunreaktion. Die Entmarkungszonen (Plaques, im Magnetresonanztomogramm erkennbar) sind unregelmäßig über die weiße Substanz des Gehirns und Rückenmarks verteilt. Zu den vielfältigen neurologischen Störungen, die oft im Alter zwischen 20 und 40 Jahren erstmals auftreten, gehören typischerweise die Optikusneuritis (auch isoliert), spastische Muskellähmungen, Blasenfunktionsstörungen und Sensibilitätsstörungen. Bei der schubförmig verlaufenden Form bilden sich die Störungen teilweise wieder zurück, bei der primär progredienten Form findet sich eine kontinuierliche Verschlimmerung des Zustandes ohne freie Zeitintervalle. Eine Heilung ist nicht möglich. Glukokortikoide, Interferon beta, Immunsuppressiva und einige weitere Wirkstoffe verkürzen die Schubdauer. Wichtig sind auch physikalische Therapie, psychosoziale Unterstützung und Selbsthilfegruppen.
Wissenschaft

Wann Dinos warmblütig wurden

Auch einige Vertreter der Dinosaurier konnten wohl schon ihre Körpertemperatur regulieren und vererbten diese Fähigkeit an die Vögel. Wann es zu dieser bahnbrechenden Entwicklung gekommen sein könnte, beleuchtet nun eine Studie. Demnach könnten zwei Gruppen der Dinosaurier vor etwa 180 Millionen Jahren die Warmblütigkeit...

Foto eines kleinen Restes des Aralsees in Usbekistan
Wissenschaft

Boden unter dem ausgetrockneten Aralsee hebt sich

Der einst riesige Aralsee ist durch die menschliche Gier nach Wasser nahezu ausgetrocknet. Das hat dazu geführt, dass sich der Boden im Seebecken nun wieder anhebt. Das Gestein im Erdmantel unter dem ehemaligen See fließt ohne die Last des Wassers auf die Erdkruste wieder in seine ursprüngliche Position zurück, wie...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch