Lexikon
Schiịten
[arabisch Schia, Partei (des Ali)]
Angehörige der zweitgrößten Glaubensrichtung des Islam, nach deren Auffassung allein Ali (4. Kalif, 656–661), der Neffe und Schwiegersohn Mohammeds, sowie seine leiblichen Nachkommen aus der Ehe mit Mohammeds Tochter Fatima rechtmäßige Nachfolger des Propheten und Leiter der Gesamtgemeinde (Imam) sind. Streitigkeiten darüber, wie viele Personen wirklich in der Erblinie Alis standen und das Amt des Imam beanspruchen durften, hatten mehrere Spaltungen der schiitischen Gemeinschaft zur Folge. Es entstanden drei Hauptrichtungen, die entweder fünf, sieben oder zwölf legitime Imame anerkennen. Von diesen ist die heute vorwiegend im Iran ansässige Zwölfer-Schia die bedeutendste, die u. a. an einen „verborgenen“ Imam (Mahdi) glaubt. Die heutigen Schiiten (etwa 10% aller Muslime) leben vor allem in Iran, Irak, Afghanistan, Aserbaidschan, Syrien, Jemen und Pakistan. – Eine radikal schiitische, fundamentalistische paramilitärische Organisation ist die Hizbollah.
Wissenschaft
Die Entdeckung der Langsamkeit
Schnecken sind langsam, Faultiere auch. Das wird jeder Mensch so sehen, weil er sich selbst als Bezugsrahmen nimmt. Und weil er die Leistungen und Qualitäten anderer Lebewesen aus menschlicher Perspektive bewertet. Diese anthropozentrische Sichtweise schleicht sich immer wieder auch in die Wissenschaft ein. So teilte vor Kurzem...
Wissenschaft
Vier-Tage-Woche verbessert Leistung und Wohlbefinden
Eine Vier-Tage-Woche gilt vielen als erstrebenswert, um eine bessere Work-Life-Balance zu erzielen und die Arbeit effektiver zu gestalten. Doch ist die Verdichtung des Arbeitspensums von fünf auf vier Tage tatsächlich förderlich? Nehmen Leistung und Stress dadurch zu oder ab? Eine Studie zeigte nun: Wer bei gleichem Gehalt und...