Lexikon

schottische Musik

Mittelalter und Renaissance

Zu den ältesten Dokumenten schottischer Musik gehören das Inchcolm Antiphoner aus dem 13. Jahrhundert mit Gregorianische Gesängen in einem eigenen keltischen Stil und die Hymn to St. Magnus aus dem 12. Jahrhundert als Beispiel früher Mehrstimmigkeit. Die weltliche Musik des Mittelalters bestand vor allem aus fenian lays (fenischen Balladen), die von Barden zu Harfenbegleitung vorgetragen wurden und bis heute eine lebendige Tradition besitzen . Das wichtigste Instrument dieser Epoche war die schottische Rahmenharfe (clarsach), die zur Begleitung weltlicher Heldenlieder wie auch geistlicher Gesänge erklang, im 18. Jahrhundert jedoch ganz ausstarb.
Unter den Regenten aus dem Hause Stuart erlebte die Musik im 15. und 16. Jahrhundert eine Blütezeit, die u. a. das Goldene Zeitalter der Lautenmusik einleitete. Der Hof unterhielt zahlreiche Musiker (Trompeter, Trommler, Dudelsackspieler), die sowohl zu offiziellen Anlässen als auch zur Unterhaltung aufspielten, gleichzeitig bereicherten regelmäßig ausländische Gastmusiker das kulturelle Leben. Die Instrumentalmusik dieser Zeit weist in Liedern und Tänzen französische Einflüsse auf, während die Werke für Tasteninstrumente u. a. von englischen Komponisten wie William Byrd inspiriert waren. Daneben schuf Tobias Hume um 1600 anspruchsvolle Gambenmusik.
  1. Einleitung
  2. Mittelalter und Renaissance
  3. 17. und 18. Jahrhundert
  4. 19. und 20. Jahrhundert
  5. Volksmusik
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