Lexikon

Stallone

[
stəˈlɔun
]
Sylvester Enzio, US-amerikanischer Filmschauspieler und Regisseur, * 6. 7. 1946 New York; wurde vor allem bekannt durch die Filme über den Boxer Rocky („Rocky“ 1976; „Rocky II“ 1979; „Rocky III“ 1982; „Rocky IV“ 1985; „Rocky V“ 1990; „Rocky Balboa“ 2006). Weitere Filme u. a.: „Rambo I“ 1982; „Rambo II – Der Auftrag“ 1985; „Die City-Cobra“ 1986; „Rambo III“ 1988; „Cliffhanger“ 1993; „Judge Dredd“ 1995; „Cop Land“ 1997; „Driven“ 2001; „John Rambo“ 2008.
  • Deutscher Titel: Rocky
  • Original-Titel: ROCKY
  • Land: USA
  • Jahr: 1976
  • Regie: John G. Avildsen
  • Drehbuch: Sylvester Stallone
  • Kamera: James Crabe
  • Schauspieler: Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Burgess Meredith
  • Auszeichnungen: Oscars 1977 für Film, Regie, Schnitt; Golden Globe
Sylvester Stallones Boxer-Märchen »Rocky« trifft den Nerv des amerikanischen Publikums: Nach Jahren der Depression ist der »amerikanische Traum« wieder zum Leben erwacht – »Rocky« setzt diesen Traum perfekt in Szene. Das für 960 000 Dollar produzierte B-Movie spielt über 50 Mio. Dollar ein und wird Überraschungssieger bei der 49. Oscar-Verleihung.
»Rocky« erzählt vom Hinterhof-Boxer Rocky Balboa (Sylvester Stallone), der sich in Philadelphia als »Knochenbrecher« für üble Geldeintreiber durchs Leben schlägt. Als der Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed zur 200 Jahr-Feier der USA aus Publicity-Gründen gegen einen Unbekannten boxen will, fällt die Wahl zufällig auf Rocky. Der erkennt seine Chance, trainiert wie besessen und schafft es schließlich, gegen den Champion 15 Runden lang zu bestehen. Auch wenn er nach Punkten verliert, ist Rocky doch der Held des Tages.
So wie sein Rocky boxt sich auch Sylvester Stallone mit diesem Film nach oben. Der unbekannte Schauspieler hatte sein autobiografisch gefärbtes Drehbuch nur unter der Bedingung verkauft, selbst die Hauptrolle zu bekommen. Stallone lässt bis 1990 vier weitere »Rocky«-Filme folgen, die jedoch zunehmend schlechter werden.
  • Deutscher Titel: Rambo
  • Original-Titel: FIRST BLOOD
  • Land: USA
  • Jahr: 1982
  • Regie: Ted Kotcheff
  • Drehbuch: Michael Kozoll, William Sackheim, Sylvester Stallone, nach einem Roman von David Morell
  • Kamera: Andrew Laszlo
  • Schauspieler: Sylvester Stallone, Richard Crenna, Brian Dennehy
Vietnamveteran John Rambo (Sylvester Stallone) wird wegen vermeintlicher Landstreicherei vom Sheriff (Brian Dennehy) verhaftet. Seine Schikanen wecken in John traumatische Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft. Er flieht und eröffnet damit eine blutige Verfolgungsjagd, bei der der hochdekorierte Veteran und Mitglied einer Spezialeinheit alle Mittel einsetzt, die er im Krieg zum Überleben erlernt hat. Zwar können Nationalgarde und Staatspolizei sein Versteck aufspüren; doch als sich die Gesetzeshüter schon als Sieger feiern, kann Rambo erneut entkommen. Erst in letzter Minute kann sein früherer Ausbilder (Richard Crenna) den gewalttätigen Einzelkämpfer stoppen und den Tod des Sheriffs verhindern.
Der perfekt inszenierte Action-Film gibt vor, das Vietnam-Trauma aufzuarbeiten, den Verrat Amerikas an seinen Söhnen, die sich in Vietnam für ihr Vaterland geopfert haben und nun von der Gesellschaft ignoriert werden. Dabei werden die so genannten soldatischen Tugenden überhöht, der Offizier als Vaterfigur und die Institution Militär als Zufluchtsort dargestellt.
»Rambo« arbeitet wie die Fortsetzungen (»Rambo II – Der Auftrag«, 1985, »Rambo III«, 1987) mit stereotypen Feindbildern, gegen die mit äußerster Brutalität vorgegangen werden darf. Dass dabei Geschichte verfälscht wird, tut dem kommerziellen Erfolg der Filme in keiner Weise Abbruch.
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