Lexikon
Staufer
Hohenstaufenschwäbisches Fürstengeschlecht, stellte 1138–1254 die deutschen Könige und Kaiser. – Friedrich von Büren († vor 1094), erster nachweisbarer Staufer, konnte durch Heirat seine Güter vermehren. Sein Sohn Friedrich († 1105) heiratete eine Tochter des Saliers Kaiser Heinrich IV. und bekam 1079 das Herzogtum Schwaben. Er erbaute die Burg Hohenstaufen. Die salischen Hausgüter fielen nach dem Tod des letzten Saliers an die Staufer. Konrad III. († 1152) war der erste Staufer auf dem deutschen Königsthron (1138 Thronbesteigung). Kämpfe mit den Welfen erfüllten die ersten Jahrzehnte staufischer Königsherrschaft. Bedeutende Repräsentanten ihres Geschlechts waren Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152–1190) und Heinrich VI. (1190–1197). Unter Philipp von Schwaben († 1208) wurde die staufische Hausmacht durch Kämpfe mit den Welfen (Otto IV.) erschüttert. Zur Regierungszeit Friedrichs II. (1212–1250) erreichten die deutschen Landesfürsten eine bedeutende Erweiterung ihrer Machtbefugnisse. Es folgte die Epoche des Niedergangs: Friedrichs Sohn König Heinrich (VII.) empörte sich gegen den Vater und wurde abgesetzt. Ein anderer Sohn Friedrichs, Konrad IV., seit 1250 sein Nachfolger, starb früh (1254). Sein Halbbruder Manfred († 1266) wurde von Karl von Anjou geschlagen, der auch Konradin, den Sohn Konrads IV., besiegte und enthaupten ließ (1268). Die letzten Staufer, Enzio, ein unehelicher Sohn Friedrichs II., sowie Friedrich und Heinrich, Söhne Manfreds, starben 1272, 1312 bzw. 1318 in Gefangenschaft.
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