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LEXIKON

Swing Time

  • Deutscher Titel: Swing Time
  • Original-Titel: SWING TIME
  • Land: USA
  • Jahr: 1936
  • Regie: George Stevens
  • Drehbuch: Howard Lindsay, Alan Scott
  • Kamera: David Abel
  • Schauspieler: Ginger Rogers, Fred Astaire, Victor Moore, Eric Blore
Fred Astaire und Ginger Rogers sind die Stars von »Swing Time«, dem neuen Tanzfilm der RKO-Pictures.
Die Handlung des Films ist banal und schwächer als bei früheren Filmen des Paares: Der Tänzer John »Lucky« Garnett (Fred Astaire) ist verlobt, kann aber nicht heiraten, weil er die vom Schwiegervater in spe verlangten 25 000 Dollar nicht hat. Er geht von der Provinzbühne in die Metropole, um dort schneller Karriere machen und Geld verdienen zu können. Dort trifft er die Tanzlehrerin Penelope »Penny« Carrol (Ginger Rogers), verliebt sich und gewinnt schließlich ihr Herz.
»Swing Time« ist geprägt von der lebensfreudigen Atmosphäre der »Roaring Twenties« und gilt als einer der besten Musikfilme der 30er Jahre, obwohl es nur sechs Lieder zu hören gibt, deren erstes 30 Minuten auf sich warten lässt. Dafür sind die Songs ausgezeichnet: »The Way You Look Tonight« von Jerome Kern erhält einen Oscar.
Fred Astaire (eigentl. Frederick Austerlitz) wurde am 10. Mai 1899 in Omaha (Nebraska) geboren. Er trat schon mit elf Jahren im Varieté auf und erhielt 1917 das erste Engagement am Broadway. Eine Rolle in »Ich tanze nur für Dich« (neben Joan Crawford und Clark Gable) machte ihn 1933 bekannt. Er drehte 1934 mit »Flying Down to Rio« den ersten Film mit Ginger Rogers in dem beide als Hauptdarsteller agierten. Bis 1939 tanzt der vielseitig begabte Astaire nur mit Ginger Rogers ab den 40er Jahren hat er wechselnde Partnerinnen darunter Eleanor Powell, Rita Hayworth und Judy Garland. Am 22. Juni 1987 stirbt Fred Astaire in Los Angeles.
Astaires zwölf Jahre jüngere Partnerin Ginger Rogers (eigentl. Virginia Katherine McMath) kam am 16. Juli 1911 in Independence (Missouri) zur Welt. Sie debütierte 1929 am Broadway und erreicht gemeinsam mit Astaire den Höhepunkt ihrer Karriere im Filmmusical. Später wechselt sie zu ernsten Rollen und erhält 1940 einen Oscar für die Hauptrolle in »Kitty Foyle«. 1970 zieht sie sich zurück.
Neben den historisch-biografischen Filmen sind im Filmgeschäft der 30er Jahre Revue- und Musikfilme am kassenträchtigsten. Die Warner Bros. setzen auf prächtig ausgestattete Filmmusicals mit besonders einfallsreicher choreografischer Gestaltung wie z.B. »Die 42. Straße« von Lloyd Bacon (1933) mit den perfekten Tanzszenen des Choreografen Busby Berkeley. Ein ähnliches Rezept verfolgt die MGM z.B. mit der »Broadway Melodie von 1936« (Regie: Roy del Ruth). Die RKO-Pictures setzen ganz auf die Faszination von Rogers/Astaire, deren exakt abgestimmte Bewegungen durch ihre Leichtigkeit imponieren, obwohl sie das Ergebnis langer Proben sind. Jeder ihrer Filme enthält im Durchschnitt 18 Tanz- und Vokalnummern, komponiert u.a. auch von George Gershwin.
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