Lexikon
Tschad
Wirtschaft und Verkehr
Seit der Aufnahme des Erdölexports 2003 befindet sich die Wirtschaft des ansonsten rohstoffarmen Landes im Umbruch. Doch reichen die Erlöse aus dem Ölgeschäft bei weitem nicht aus, um die große Armut der Menschen zu beheben. Bürgerkrieg, Korruption und Misswirtschaft haben den Tschad in den Ruin getrieben. Zudem erschweren das starke Bevölkerungswachstum, Dürrekatastrophen, die fortschreitende Desertifikation sowie eine unzureichende Infrastruktur die Entwicklung. Im Norden sind heute noch Kamelkarawanen wichtige Verkehrsträger. Die meist unbefestigten Pisten im Süden sind in der Regenzeit unpassierbar.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt nach wie vor von der Landwirtschaft. Rund 30% der Fläche dienen als Weideland, lediglich 4% sind Ackerland. Der Anbau von Hirse, Maniok, Bohnen, Erdnüssen, Mais, Reis und Zuckerrohr reicht aber nur in Jahren mit hohen Niederschlägen zur Selbstversorgung. Ausgeführt werden Baumwolle und Erzeugnisse aus der Viehzucht.
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