Lexikon
Turkmenistan
Wirtschaft und Verkehr
Die wirtschaftlichen Säulen des wenig entwickelten Landes sind Erdgas, Erdöl und Baumwolle. Die Erdgas- und Erdölvorkommen – Turkmenistan besitzt die drittgrößten Erdgaslager der Welt – liegen wie auch die reichen Glaubersalzlager am Kara-Bogas-Gol sowie in der Karakum. Wichtigste Industriezweige sind die chemische Industrie und die Textilindustrie sowie die traditionsreiche Teppichknüpferei. Baumwolle wird in Monokultur auf bewässerten Feldern in den Flusstälern, entlang des Karakumkanals und in Oasen am Fuße des Koppeh Dagh angebaut. Der hohe Wasserverbrauch und der massive Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln haben u. a. zu Bodenversalzung und Belastung des Grundwassers geführt. In der Viehwirtschaft ist die Haltung von Karakulschafen am wichtigsten.
Im unzureichend ausgebauten Verkehrsnetz kommt der Eisenbahn noch eine hohe Bedeutung zu. Wichtigster Hafen ist Turkmenbaschi am Kaspischen Meer. Für den Export von Erdgas und Erdöl ist Turkmenistan auf das russische Pipelinenetz angewiesen.
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