Lexikon

Turner

Kathleen, US-amerikanische Schauspielerin, * 19. 6. 1954 Springfield, Mo.; besonders erfolgreich in Krimi- und Komödienrollen. Filme u. a.: „Die Ehre der Prizzis“ 1985; „Peggy Sue hat geheiratet“ 1986; „Der Rosenkrieg“ 1989; „Echt Blond“ 1997; „Beautiful“ 2000.
  • Deutscher Titel: Die Ehre der Prizzis
  • Original-Titel: PRIZZI„S HONOR
  • Land: USA
  • Jahr: 1985
  • Regie: John Huston
  • Drehbuch: Richard Condon, Janet Roach, nach dem Roman von Richard Condon
  • Kamera: Andrzej Bartkowiak
  • Schauspieler: Jack Nicholson, Kathleen Turner, Robert Loggia, John Randolph, Anjelica Huston
  • Auszeichnungen: Oscar 1986 für Nebendarstellerin (Anjelica Huston)
Der Film »Die Ehre der Prizzis« basiert auf dem Roman »Prizzi„s Honor« von Richard Condon (1982): Die Freundschaft mit Regisseur John Huston bringt dem Autor schließlich auch den Auftrag, das Drehbuch zu schreiben. In der Zusammenarbeit der beiden Altmeister entsteht ein sarkastischer Gangsterfilm von atemberaubender Eindringlichkeit. »Die Ehre der Prizzis« beeindruckt durch große darstellerische Leistungen (Jack Nicholson, Kathleen Turner).
Die Zukunft von Charly Partanna (Jack Nicholson), dem Patensohn des Mafia-Chefs Don Corrado Prizzi, wird früh festgelegt und ist untrennbar mit dem Schicksal des Clans verbunden. Partanna arbeitet als Chef-Killer, der gewohnt ist, alle Schwierigkeiten gewalttätig aus dem Weg zu räumen. Er ist kaltschnäuzig, »zuverlässig« und recht einfältig. Bald wird er als Nachfolger des Don gehandelt. Bei der Hochzeitsfeier von Don Corrados Enkelin lernt Charlie eine Frau kennen, die sein Leben verändert. Er verliebt sich in Irene Walker (Kathleen Turner) und heiratet sie. Die Idylle wird gestört, als er entdeckt, dass die mysteriöse Schöne in derselben Branche wie er selbst tätig ist. Schließlich werden die beiden sogar aufeinander angesetzt. Gefahr droht Charlie aber auch von Maerose Prizzi (Anjelica Huston), mit der Charlie eine Liaison hatte. Aus gekränkter Eitelkeit und Eifersucht versucht sie mit allen Mitteln, ihm ins Handwerk zu pfuschen.
Regisseur Huston präsentiert eine ebenso zynische wie spannende Mischung aus Liebes- und Gangstergeschichte.
  • Deutscher Titel: Der Rosenkrieg
  • Original-Titel: THE WAR OF ROSES
  • Land: USA
  • Jahr: 1989
  • Regie: Danny DeVito
  • Drehbuch: Michael Leeson, nach einem Roman von Warren Adler
  • Kamera: Stephen H. Burum
  • Schauspieler: Kathleen Turner, Michael Douglas, Danny DeVito, Marianne Sägebrecht
Mit Starbesetzung inszeniert Danny DeVito den »Rosenkrieg«, ein Beziehungsfilm der ganz »anderen Art«.
Barbara Rose (Kathleen Turner) erklärt nach 18 verdächtig-idyllischen Ehejahren ihrem Mann Oliver (Michael Douglas) den Krieg. Sie kann und will nicht mehr mit ihm zusammenleben, doch ein Auszug aus dem gemeinsamen Haus kommt auch nicht in Frage. Die anfängliche Farce mit zerbrochenem Geschirr und anderen Einrichtungsgegenständen steuert zum Erstaunen der Zuschauer nicht auf ein erhofftes Happyend zu, sondern auf einen Psychokrieg.
Beide lassen keine Waffe aus, die sie gegen den ärgsten Feind einsetzen können – was z.T. akrobatische und technische Spitzenleistungen erfordert.
Essenz des skurril-sarkastischen Films ist, dass es in dieser Ehe – wie im Krieg – nur Verlierer gibt. Und wie ernst Danny DeVito, der die Handlung als Scheidungsanwalt erzählt, den Spruch »bis dass der Tod euch scheidet« nimmt, zeigt sich am Ende des »Rosenkriegs«.
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