Wissensbibliothek

Ist Birkenrinde immer weiß?

Nein, Birken unterscheiden sich voneinander in Form und Größe ihrer Blätter, vor allem aber in ihrem markantesten Merkmal: der Farbe ihrer Rinde. Es gibt Birken mit weißer, cremefarbener, rosa, gelblicher, kupferfarbener, rötlich brauner und brauner Rinde. Diese schält sich ständig, je nach Art mal in feinen papierdünnen Streifen, mal in großen krausen Fetzen. Die Rinde enthält Betulin und Birkenteer, die sie wasserundurchlässig und sehr widerstandsfähig machen. Ihre Verwendung als Papierersatz und zum Bau leichter Kanus durch die Indianer Nordamerikas lag daher nahe. Wegen des hohen Gehalts an ätherischen Ölen lässt sich mit Birkenrinde selbst bei Regen noch ein Feuer entfachen. Birkenteer, das Destillat der weißen Rinde, wurde als Dichtungsmittel, Klebstoff und Konservierungsmittel für Leder, aber auch als Wundheilmittel eingesetzt. In Russland fertigte man aus junger Birkenrinde sogar Schuhe, Gamaschen und Umhänge.

Foto eines fossilen Schädels von Hyracotherium leporinum
Wissenschaft

„Urpferd“ war gar kein Pferd

Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...

KI-Fehlerverhalten
Wissenschaft

Feintuning kann KI-Fehlverhalten fördern

Große KI-Sprachmodelle wie ChatGPT sind normalerweise so programmiert, dass sie unethische und gefährliche Antworten vermeiden. Werden sie allerdings dazu gebracht, bei eng umgrenzten Aufgaben gegen ihre Werterichtlinien zu verstoßen, übertragen sie das Fehlverhalten auch auf ganz andere Bereiche. Eine Studie zeigt: Wird eine KI...

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