Lexikon

Urteil über Friedrich II.

Urteil über Friedrich II.
Salimbene von Parma, einst ein Freund des Kaisers, urteilt zwiespältig über Kaiser Friedrich II.:

Friedrich war ein Verderben bringender und verdammter Mensch, ein Schismatiker, Ketzer und Epikuräer, der den ganzen Erdkreis verdarb und in den Städten Italiens den Samen der Uneinigkeit und Zwietracht säte. Friedrich liebte es immer, Streit mit der Kirche zu haben, und bekämpfte sie, die ihn genährt, verteidigt und erhoben hatte, vielfach. Glauben an Gott war ihm fremd. Er war ein verschlagener Mann, hinterlistig, habgierig, ausschweifend, boshaft, jähzornig. Bisweilen war er auch ein tatkräftiger Mann, und wenn er seine guten Eigenschaften und seine Höflichkeit zeigen wollte, freundlich, angenehm, ergötzlich, eifrig. Er wusste zu lesen, zu schreiben und zu singen, Gesänge und Weisen zu erfinden. Er war ein schöner, wohlgebauter Mann, wenn auch nur von mittlerem Wuchse ... Um mich kurz zu fassen: wenn er ein guter Christ gewesen wäre, Gott die Kirche und seine Seele geliebt hätte, es wären unter den Weltlichen im Reiche wenige Seinesgleichen gewesen."

Neben dem vollständig autarken Demo-Haus (rechts) liegt auf dem Bergheider See auch ein mit Solarenergie betriebenes Konferenzschiff. ©Fraunhofer IVI, Dresden
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