Lexikon

Wllis

französisch Le Valais
südschweizerischer Kanton, umfasst etwa das Einzugsgebiet der Rhône bis an den Genfer See, 5224 km2, 278 000 Einwohner; Hauptstadt Sitten. Der drittgrößte Kanton der Schweiz wird von der deutsch-französischen Sprachgrenze gequert; 2/3 der Bewohner sprechen Französisch, 1/3 Deutsch. Ihn begrenzen im Norden die Berner Alpen mit Finsteraarhorn und Jungfrau sowie dem Aletschgletscher, im Süden die Walliser Alpen mit Monte Rosa, Dom und Matterhorn. Nach Norden bilden Lötschbergtunnel und Grimsel, nach Osten und Südosten Furka und Nufenen, nach Süden Simplon und Großer Sankt Bernhard den Zugang. Das sommerwarme, recht trockene und im Winter schneereiche Klima begründet die Stellung des Kantons als Fremdenverkehrsgebiet (Zermatt, Leukerbad, Montana-Vermala, Crans, Saas-Fee, Verbier u. a.).
Schweiz: Kantone
Schweiz: Kantone
Die Landwirtschaft, in der 12% der Erwerbstätigen beschäftigt sind, spielt noch immer eine relativ große Rolle. Haupterwerb bilden im Rhônetal Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüseanbau, in den höheren Berglandschaften Almwirtschaft. In den letzten Jahrzehnten entstanden Großbetriebe der chemischen, Aluminium-, Elektro- und Metallwarenindustrie. Die Wasserkraftwerke erzeugen ein Drittel der Elektrizität der Schweiz.

Geschichte

Das Wallis wurde im 1. Jahrhundert zur römischen Provinz Vallis Poenina. 999 erlangte der Bischof von Sitten auch die weltliche Herrschaft über die Grafschaft Wallis, ab 1032 als kaiserliches Lehen, dessen Unterwalliser Teil allerdings bis 1384 unter die Herrschaft Savoyens geriet. 1798 wurde das strategisch wichtige Passland vom französischen Revolutionsheer besetzt, das Unterwallis für unabhängig erklärt. 1802 erklärte Napoleon das Tal an der unter ihm ausgebauten Simplonstrasse zur unabhängigen Republik, 1810 zum französischen Departement. 1815 wurde das Wallis schweizerischer Kanton. Der in konservative Ober- und liberale Unterwalliser gespaltene Kanton war 1847 Teil des Sonderbunds und lehnte 1848 die Bundesverfassung mehrheitlich ab.
xxxAdobeStock_348682147.jpg
Wissenschaft

Rettung für kostbare Wracks

Viele historisch bedeutsame Schiffswracks aus Holz liegen noch auf Grund, weil Bergung und Konservierung bislang zu riskant und zu teuer waren. Nun haben Forscher eine Lösung gefunden – auf der Basis von Nanotechnik. von Rolf Heßbrügge Majestätisch überragt der haushohe und über 60 Meter lange Rumpf der „Vasa“ alle anderen...

hossenfelder_02.jpg
Wissenschaft

„Ich hab’ das mal recherchiert“ – aber richtig

Seit einiger Zeit fallen mir in den sozialen Medien vermehrt Kommentare von Wissenschaftlern auf, die sich darüber aufregen, dass Leute „ihre eigenen Recherchen machen“. Nur wer Experte ist und einen Doktortitel in der passenden Disziplin vorzuweisen hat, dürfe sich zu einem Thema äußern. Alle anderen sollen gefälligst schweigen...

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon