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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Traube

der Ursprung dieses Substantivs (
mhd.
trūbe,
ahd.
thrūbo, drūbo) liegt im Dunkeln; möglicherweise besteht eine Verbindung zu
ostfries.
sowie
nddt.
drūv(e) „Klumpen“
[Info]
Traube: die Trauben hängen hoch
Auf eine Fabel des griechischen Dichters Äsop bezieht sich die Redensart die Trauben hängen ihm zu hoch „er möchte es gern haben, aber er tut so, als wolle er es nicht“, das heutzutage besonders in der Sportsprache oft in der abgewandelten Form die Trauben hängen dort (sehr) hoch mit der Bedeutung „es ist schwierig, dort zu gewinnen“ verwendet wird. In der Fabel Der Fuchs und die Trauben lässt Äsop den Fuchs zu einem Weinstock gehen. Dort locken ihn die hoch über ihm wachsenden Trauben, die er jedoch nicht erreichen kann. Um sich diese Niederlage nicht eingestehen zu müssen, sagt er verächtlich und hochmütig: „Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben.“ Im übertragenen Sinne begegnet uns die Wendung, die diese menschliche Verhaltensweise aufs Korn nimmt, seit dem späten 16. Jahrhundert in literarischer Form, doch existiert sie auch in vielen Mundarten und verschiedenen Varianten.
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