Lexikon

Wildkatze

Felis silvestris
über weite Teile Europas, Asiens und Afrikas verbreitete Kleinkatze, die sich hauptsächlich von kleineren Nagetieren ernährt. Entsprechend ihrem weiten Verbreitungsgebiet haben sich mehrere Unterarten herausgebildet: Die asiatischen Steppenkatzen (Felis silvestris ornata) leben in Trockengebieten. Sie sind sand- bis ockerfarben mit dunkler Fleckenzeichnung. Die Waldkatzen (Felis silvestris silvestris) besiedeln Waldgebiete in Kleinasien und Europa. Sie sind gelblich grau gefärbt mit verwaschenen dunklen Querstreifen und stumpf endendem buschigem Schwanz, oft an der Spitze dreifach schwarz geringelt. Hierzu gehört auch unsere Europäische Wildkatze, die in Deutschland nur in Restbeständen (in Harz, Hunsrück, Eifel, Hainich, Thüringer Wald) überlebt hat und erst allmählich in einigen Mittelgebirgen wieder Fuß fasst. Die dritte Unterart bilden die in Afrika und Arabien beheimateten, ebenfalls gelblich grauen Falbkatzen (Felis silvestris lybica), die die Stammform unserer Hauskatze sind.
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Wildkatze
Wildkatze
Besondere Kennzeichen der Wildkatze sind ihr rosa Nasenspiegel mit dunkler Umrandung, die orangefarbene Nasenpartie und die meist waagerecht gehaltenen Ohren.
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Falbkatze
Falbkatze
Die Falbkatze gilt als die Stammform unserer Hauskatze, die vor etwa 5000 Jahren in Ägypten zum Haustier wurde.
Die Europäische Wildkatze ist ein scheuer Einzelgänger und Kulturflüchter. Sie braucht große, ungestörte alte Laubwälder mit Lichtungen. Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft begrenzen die Lebensmöglichkeiten der Wildkatze Sie bewohnt standorttreu ein Revier von etwa 3 km2. Zur Fortpflanzungszeit kann sie sich allerdings auch auf längere Wanderungen begeben. Heute leben wieder 3000 bis 5000 Exemplare in den deutschen Mittelgebirgen. Durch ein Netz von Wanderkorridoren versucht man, die kleinen Populationen miteinander zu verbinden und so den Bestand zu stabilisieren
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