Lexikon

Zịrkus

[
lateinisch, „Kreis“
]
in altrömischer Zeit ein Kampfspielplatz in Form eines lang gestreckten Ovals, mit Zuschauerreihen auf den beiden Längsseiten, Sitzen für die Veranstalter und Preisrichter auf einer Schmalseite. Die Arena war durch eine zu umfahrende Schranke (spina) in der Längsrichtung aufgeteilt, an deren Enden je drei Kegelsäulen (metae), die die Kurve markierten, aufgestellt waren. Der Zirkus diente vor allem Wagen- (Zweier- oder Vierergespanne) und Pferderennen, vor dem Bau von Amphitheatern und Stadien auch Gladiatorenkämpfen, Tierhetzen und gymnastischen Spielen. Bedeutendste Zirkusgebäude waren der Circus Maximus (angeblich bereits in der Königszeit angelegt, in der Kaiserzeit etwa 600 m lang und 90 m breit, mit ansteigenden Sitzreihen für 150 000, im 4. Jahrhundert 385 000 Zuschauer), der Circus Flaminius und der Circus Neronis. Fast jede größere römische Provinzstadt besaß einen Zirkus.
In neuerer Zeit (seit Ende des 18. Jahrhunderts) ist der Zirkus ein Unternehmen, das durch artistische Leistungen, besonders Tierdressur, Kunstreiten, Akrobatik, Clowns, der Unterhaltung dient. – Bekannte deutsche Zirkusunternehmen waren: Renz, Busch, Stosch-Sarrasani, Hagenbeck, Krone u. a.; in der Schweiz Zirkus Knie.
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