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Musikportale: Cool und legal

Laue Sommerabende im Freien und die richtige Musik - das gehört einfach zusammen. Im Internet gibt es verschiedene Möglichkeiten für einen kostengünstigen und legalen Ferien-Soundtrack. Doch wer ins Ausland verreist, sollte sich vorher Gedanken über seine Urlaubsmusik machen. Denn entweder spielt die Technik nicht mit oder es drohen teure Roaming-Gebühren, wenn man außerhalb Deutschlands im Internet surfen will.
Julia Räsch, Juli 2012

Da ist millionenfach Musik drin: Streaming-Dienste

Musik ist auch der Soundtrack zum Träumen
photocase.com/triple seVen
Mit sogenannten Streaming-Diensten kann man sich im Netz sein ganz persönliches Radio zusammenstellen. „Streaming“ bedeutet, dass der Nutzer die Dateien nur aus dem Internet abspielen und nicht auf Dauer speichern kann. Der erste deutsche Dienst dieser Art war Simfy. Für weniger als 10 Euro im Monat können Musikfreunde aus mehr als 16 Millionen Liedern unbegrenzt Songs aussuchen und auch eigene Playlisten zusammenstellen. Es gibt auch eine kostenlose Variante mit stark eingeschränkten Funktionen. Wer ein Abo abschließt, darf die Lieder eine bestimmte Zeit zwischenspeichern und ohne Netzzugang abspielen. So kann man seine Musik auch im Auslandsurlaub genießen und muss nicht über Gebühren für den Internetzugang nachdenken. Einige ausländische Online-Musikplattformen wie Spotify, Rdio oder Deezer sind ebenfalls in Deutschland verfügbar und funktionieren ähnlich wie Simfy. Die meisten dieser Musikplattformen bieten auch eine App für Smartphone oder Tablet-Computer an, so dass die Lieblingstitel immer und überall abrufbar sind. Wer seine Musik jenseits des Mainstream sucht, sollte beim Projekt SoundCloud reinhören. Hier stellen Musiker ihre Lieder selbst ein und teilen sie mit anderen. So kann man die Stars von morgen vor allen anderen hören. 

 

Für immer meins: Musik kaufen

Der einzige Pferdefuß an Streaming-Abos: Wenn sie auslaufen, ist alles weg. Wer seine Lieblingshits herunterladen und auf Dauer behalten will, wird bei Anbietern wie Amazon oder iTunes fündig. Hier lassen sich einzelne Songs oder ganze Alben kaufen. Dringend abzuraten ist dagegen vom illegalen „Saugen“ der Songs, denn die Musikindustrie hat ihre Kontrollen verschärft. Gerichte haben zum Teil drakonische Strafen für Raubkopierer ausgesprochen. 

 

Kostenfallen im Ausland umgehen: Musik mit Radiorekordern aufnehmen

Radiorekorder bieten eine günstige Alternative zu einem Abo bei einer Musikplattform oder gekauften Songs bei iTunes & Co. Denn Radiorekorder schneiden bei Webradios mit und das völlig legal. Die meisten deutschen und ausländischen Hörfunksender spielen ihre Programme live über das Internet. Einige sind sogar ausschließlich über das Netz zu empfangen. Über spezielle Software, etwa Radio.fx kann man die Sendungen mitschneiden und diese dann auf dem Computer speichern, auf einen MP3-Player überspielen oder auf CD brennen. Solche Radiorekorder sind mit eingeschränkten Funktionen kostenlos oder als Vollversion gegen eine geringe Gebühr zu haben. Es erfordert zwar etwas mehr Mühe, denn unter den mitgeschnittenen Liedern müssen erst die gewünschten Songs ausgewählt und eventuell etwas beschnitten werden. Doch wer seine Musikbibliothek kostenlos erweitern möchte, hat mit Radiorekordern keinen juristischen Ärger zu erwarten. Einige Radiosender, etwa der WDR oder der HR bieten diese Software für die eigenen Programme zum kostenlosen Download an. 

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