Lexikon
Kesey
[
ˈki:si
]Ken Elton, US-amerikanischer Schriftsteller, * 17. 9. 1935 La Junta, Color., † 10. 11. 2001 Oregon; Verteter der Beat Generation und Hippie-Bewegung, schrieb den Roman „Einer flog über das Kuckucksnest“ 1962, deutsch 1972 (Verfilmung 1975); ferner: „Der Tag, nach dem Superman starb“ 1980, deutsch 1988; „Die Dämonenkiste“ 1986, deutsch 1989; „The Further Inquiry“ 1990.
- Erscheinungsjahr: 1962
- Veröffentlicht: USA
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Einer flog über das Kuckucksnest
- Original-Titel: One Flew Over the Cuckoo's Nest
- Genre: Roman
Ken Kesey (* 1935), »Held der Hippie-Bewegung« (in Tom Wolfes »The Electric Cool Aid Acid Test«, 1968, erscheint er als Hauptfigur), schildert in seinem ersten Roman, »Einer flog über das Kuckucksnest«, einer Parabel über Macht und Selbstbehauptung, ein Irrenhaus (»Kuckucksnest«) als perfektes System totaler Unterdrückung. Der Halbindianer Broom Bromden, langjähriger Insasse dieser Anstalt, berichtet von der wachsenden Insubordination und Solidarität der »Kranken« gegen die völlige Kontrolle symbolisierende »Big Nurse« unter dem Einfluss des individualistischen McMurphy. Die Revolte gipfelt in einem tätlichen Angriff auf die »Big Nurse«, woraufhin McMurphy durch Elektroschocks und eine Gehirnoperation zum willenlosen Wrack gemacht wird. Broom tötet McMurphy, damit dessen Name als Symbol erhalten bleibt, und flieht aus der Anstalt.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1972. 1975 wird das Werk mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt.
- Deutscher Titel: Einer flog über das Kuckucksnest
- Original-Titel: ONE FLEW OVER THE CUCKOO„S NEST
- Land: USA
- Jahr: 1975
- Regie: Milos Forman
- Drehbuch: Lawrence Hauben, Bo Goldman, nach einem Roman von Ken Kesey
- Kamera: Haskell Wexler
- Schauspieler: Jack Nicholson, Louise Fletcher, Will Sampson
- Auszeichnungen: Oscars 1976 für Film, Regie, Hauptdarsteller (Jack Nicholson), Hauptdarstellerin (Louise Fletcher) und Drehbuch
Der tschechische Regisseur Milos Forman realisiert mit »Einer flog über das Kuckucksnest« seinen zweiten Spielfilm in den USA. Es wird der größte internationale Erfolg seiner Karriere, Kritiker loben die sichere Regie und Schauspielerführung. Jack Nicholson erreicht in der Rolle des verrückt-normalen Frank McMurphy einen Höhepunkt seiner schauspielerischen Laufbahn.
Der Gauner McMurphy (Jack Nicholson) muss eine Strafe absitzen. Statt sich in einem Arbeitslager zu schinden, spielt er den Verrückten und läßt sich in die vermeintlich ruhige psychiatrische Anstalt einweisen. Doch was wie ein Spaß beginnt, wandelt sich mehr und mehr zu einer Tragödie. Die Anstaltsinsassen leiden unter der unerbittlichen Strenge von Schwester Ratched (Louise Fletcher). McMurphy versucht, den monotonen Tagesablauf aufzulockern, bis ihm durch eine Gehirnoperation seine Aufsässigkeit genommen wird.
Der Film entsteht nach einem Roman von Ken Kesey, der ihn während der Arbeit in einem »Veteran„s Hospital« schrieb. Die Film- und Bühnenrechte lagen 13 Jahre bei Kirk Douglas, der sie an seinen Sohn Michael abtrat und ihn damit zum Erfolgsproduzenten macht.
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