Lexikon
Bellow
[
ˈbɛlɔu
]Saul, US-amerikanischer Schriftsteller kanadischer Herkunft, * 10. 6. 1915 Lachine, Quebec, † 5. 4. 2005 Brookline, Mass.; beschreibt in seinen Romanen u. a. Charaktere amerikanisch-jüdischer Intellektueller sowie ihre gesellschaftlichen Probleme; erhielt 1965 den „Prix International de Littérature“ für „Herzog“ 1964; 1976 den Nobelpreis für Literatur und den Pulitzer-Preis für „Humboldt’s Gift“ 1975, deutsch „Humboldts Vermächtnis“ 1976; weitere Romane: „Die Abenteuer des Augie March“ 1953, deutsch 1956; „Mehr noch sterben an gebrochenem Herzen“ 1987, deutsch 1989; Novellen: „Ein Diebstahl“ 1989, deutsch 1991; „Damit du dich an mich erinnerst“ 1991, deutsch 1993; „Ravelstein“ 2000, deutsch 2000.
Bellow, Saul
Saul Bellow
© Corbis/Bettmann/UPI
- Erscheinungsjahr: 1964
- Veröffentlicht: USA
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Herzog
- Original-Titel: Herzog
- Genre: Roman
Ein Bestseller wird Saul Bellows (* 1915, † 2005) Roman »Herzog«. Die Titelfigur, ein jüdischer Intellektueller, gerät nach dem Scheitern der zweiten Ehe in eine Krise. In Selbstgesprächen und nie abgeschickten Briefen versucht er, mit sich und der Welt ins Reine zu kommen.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1965.
- Erscheinungsjahr: 1953
- Veröffentlicht: USA
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Abenteuer des Augie March
- Original-Titel: The Adventures of Augie March
- Genre: Roman
In New York erscheint der Roman »Die Abenteuer des Augie March« von Saul Bellow (* 1915, † 2005). Der figuren- und handlungsreiche Roman erzählt die Geschichte eines Chicagoer Slumjungen, der auf der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft die verschiedensten Tätigkeiten – legale und illegale – ausübt und dabei mit den unterschiedlichsten sozialen Milieus konfrontiert wird. Die soziale Anklage in diesem modernen Entwicklungsroman wird durch pikaresken Stil ironisch pointiert.
Die deutsche Übersetzung erschien 1956.
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