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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
Job:
Das englische Wort
job
heißt „Beschäftigung“, „Tätigkeit“, „Arbeit“. Es ist erstmals 1557 belegt, und zwar als
jobbe of work
im Sinn von zeitlich begrenzter, vorübergehender Tätigkeit im Gegensatz zu dauerhafter Arbeit. In der heutigen Bedeutung von „bezahlte Arbeit“ ist das Wort seit dem 17. Jahrhundert anzutreffen. Trotz der Übernahme ins Deutsche ist das englische Wort nicht bedeutungsgleich mit „Beruf“. Die Konnotation von „vorübergehende Arbeit“ oder „kleinere Tätigkeit“ ist hier durchaus vorhanden, wenn es zum Beispiel heißt, jemand habe als Kellner
gejobbt
. Auch ein so genanntes geringfügiges Beschäftigungsverhältnis wird heute als
400EuroJob
oder
Minijob
bezeichnet.
Job
ist im Deutschen in zahlreichen, gleichfalls aus dem Englischen übernommenen Zusammensetzungen zu einem Modewort geworden.
Von
Jobsharing
spricht man, wenn sich mehrere einen Arbeitsplatz teilen.
Jobrotation
nennt man den regelmäßigen Arbeitsplatzwechsel innerhalb eines Unternehmens. Gelegentlich wird eine
Joboffensive
begonnen, um die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern. Als
Jobmaschine
schließlich bezeichnet man ein in großem Stil wachsendes Unternehmen, das entsprechend Arbeitsplätze schafft: So ist häufig vom Frankfurter Flughafen, einem der größten Arbeitgeber in Deutschland, als einer
Jobmaschine
die Rede. Zu den neuen Wortbildungen gehört der Ausdruck
McJob
für Billigarbeitsplätze, eine Analogbildung zum Namen der Schnellrestaurantkette McDonald's. Die wörtlich aus dem Englischen übersetzte Redewendung
er hat einen guten Job gemacht
heißt so viel wie „er hat seine Sache gut gemacht“.
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