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LEXIKON

Loren

[
ital. ˈlɔ:ren
]
Sophia, eigentlich Sofia Scicolone, italienische Filmschauspielerin, * 20. 9. 1934 Rom; kam 1950 zum Film; spielte Hauptrollen u. a. in: „Schade, dass du eine Kanaille bist“ 1954/55; „Liebe, Brot und 1000 Küsse“ 1955; „Hausboot“ 1958; „Hochzeit auf italienisch“ 1964; „Die Gräfin von Hongkong“ 1967; „Die Puppe des Gangsters“ 1975; „Angela“ 1977; „Prêt-à-Porter“ 1995, „Unter Fremden“ 2002.
  • Deutscher Titel: Ein besonderer Tag
  • Original-Titel: UNA GIORNATA PARTICOLARE
  • Land: Italien
  • Jahr: 1977
  • Regie: Ettore Scola
  • Drehbuch: Ettore Scola, Ruggero Maccari, Maurizio Costanzo
  • Kamera: Pasqualino De Santis
  • Schauspieler: Sophia Loren, Marcello Mastroianni, John Vernon, Françoise Berd
  • Auszeichnungen: Spezialpreis der Jury Filmfestspiele Cannes 1977 für Film
Der »besondere Tag« ist der 8. Mai 1938: Adolf Hitler trifft zu Gesprächen mit Benito Mussolini in Rom ein und wird mit einer großen Parade empfangen, an der fast alle Bürger der Stadt teilnehmen. Antonietta (Sophia Loren), unterdrückte Hausmeistersgattin und Mutter von sechs Kindern, trifft in ihrem wie ausgestorben wirkenden Mietshaus auf Gabriele (Marcello Mastroianni), der ebenfalls nicht zur Parade gegangen ist. Als Homosexueller hat er seinen Job als Rundfunksprecher verloren und wartet darauf, in die Verbannung geschickt zu werden. Die zwei so gegensätzlichen Menschen kommen sich in ihrer Einsamkeit näher. In der kurzen Zeitspanne, die sie miteinander verbringen, wächst in ihnen die Ahnung von einem besseren, selbstbestimmten Leben jenseits von Zwängen. Nach den gemeinsam verbrachten Stunden wird Gabriele tatsächlich festgenommen und auf eine Insel für Homosexuelle verbannt.
Scolas subtile Faschismus-Studie lebt vom überzeugenden Spiel des italienischen Kino-Traumpaares. Der Film erhält eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film.
  • Deutscher Titel: Hausboot
  • Original-Titel: HOUSE BOAT
  • Land: USA
  • Jahr: 1958
  • Regie: Melville Shavelson
  • Drehbuch: Melville Shavelson, Jack Rose
  • Kamera: Ray June
  • Schauspieler: Cary
    Gran
    t, Sophia Loren, Martha Hyer, Charles Herbert
Die Familienkomödie »Hausboot« wird ein Publikumserfolg. Cary
Gran
ts trockener Humor und das überschäumende Temperament von Sophia Loren ergänzen sich aufs Beste.
Anwalt Winston lebt in Washington von seiner Familie getrennt. Nach dem Tod der Frau sieht er sich plötzlich einer dreiköpfigen Kinderschar gegenüber, für die er verantwortlich ist. Versuche, sich den Kindern zu nähern, enden im Chaos: Der kleiner Sohn brennt durch und wird von einer italienischen Dirigenten-Tochter zurückgebracht. Winston hält sie irrtümlich für eine Dienstbotin und stellt sie als Kindermädchen ein. Gemeinsam ziehen sie in ein malerisches Hausboot auf dem Potomac River. Nach turbulenten Irrungen findet das Paar schließlich zusammen.
Trotz der zahlreichen, nicht unumstrittenen sexuellen Anspielungen erhält der Film eine Oscar-Nominierung. Die warmherzigen Dialoge dieser unterhaltsamen Geschichte im besten Hollywoodstil ernten viel Lob.
  • Deutscher Titel: Die Gräfin von Hongkong
  • Original-Titel: A COUNTESS FROM HONG KONG
  • Land: Großbritannien
  • Jahr: 1967
  • Regie: Charles Chaplin
  • Drehbuch: Charles Chaplin
  • Kamera: Arthur Ibbetson
  • Schauspieler: Marlon Brando, Sophia Loren, Sydney Chaplin, Tippi Hedren, Charles Chaplin
Die exilrussische Gräfin Natascha (Sophia Loren) hat genug davon, sich in Hongkong als Edel-Prostituierte zu betätigen. Sie verbringt eine gemeinsame Nacht mit einem reichen amerikanischen Jungdiplomaten (Marlon Brando), der sich in sie verliebt. Am nächsten Tag schleicht sie sich als blinde Passagierin in seine Schiffskabine und sorgt für viel Aufruhr.
»Die Gräfin von Hongkong«, Charlie Chaplins letzter und zugleich sein einziger Farbfilm, wird von der Kritik eher zwiespältig aufgenommen. Das scheint u.a. an der Tatsache zu liegen, dass Chaplin das Thema bereits in den 30er Jahren entwickelte; so wirkt der Film auf seine Zeitgenossen nicht als leichte Gesellschaftskomödie, sondern mehr als ein melancholisch-ehrliches Bild aus einer längst vergangenen Welt. Charlie Chaplin selbst ist in einer kurzen Szene als Schiffssteward zu sehen.
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