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Versichert in jeder Lebensphase – Welche Versicherungen sind wann ratsam?

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt“. Dieses Zitat stammt vom Filmhelden Forrest Gump und enthält sehr viel Wahres. Denn niemand weiß, wie sein Leben in fünf, zehn oder 25 Jahren aussehen wird. Schule, Ausbildung oder Studium, Beruf und Familie, vielleicht ein Eigenheim, all das sind Dinge, die im Laufe des Lebens auf den Einzelnen zukommen können.

Doch auch Schicksalsschläge wie Krankheit, Berufsunfähigkeit oder finanzielle Sorgen können jeden unerwartet treffen. Wer sich frühzeitig absichert, ist zwar auch nicht vor diesen negativen Ereignissen sicher, kann aber entspannter durchs Leben gehen, weil er weiß, dass er nicht auf sich allein gestellt ist, wenn Probleme auftreten. Doch welche Versicherung ist in welcher Lebensphase unbedingt ratsam und welche Maßnahmen der Absicherung können zusätzlich sinnvoll sein? Die folgende Checkliste hat die Antworten.

Infografik - Abgeschlossene Versciherungen in Deutschland
Neben der gesetzlichen Krankenversicherung gehört die private Haftpflichtversicherung zu den am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen.

Versicherungen während der Ausbildung und beim Berufseinstieg

Die Ausbildung ist ein neuer Lebensabschnitt, genau wie der Berufseinstieg nach dem Studium. Nun wird selber Geld verdient und die Weichen für die berufliche Zukunft werden gestellt. Doch welche Versicherungen sollten den Auszubildenden beziehungsweise den Berufseinsteiger in dieser Lebensphase absichern?

  • Private Haftpflichtversicherung: Dies ist die wohl wichtigste Versicherung. Wird jemand anderem ein Schaden zugefügt, körperlicher oder materieller Art, kann das sehr teuer werden. Wer keine private Haftpflichtversicherung hat und beispielsweise einen Fußgänger versehentlich mit dem Fahrrad anfährt, kann sich selbst in den finanziellen Ruin treiben, sollte das Unfallopfer bleibende Schäden davontragen. Die entstanden Kosten können in die Millionen gehen, je nachdem, wie schwer das Opfer verletzt ist und welche Einschränkungen sich dadurch für es ergeben. Genau vor diesem Szenario, aber auch vor Bagatell-Schäden, wie einem zerbrochenen Handydisplay des Freundes oder einer versehentlich zerstörten Brille, schützt die private Haftpflichtversicherung. Wichtig ist, dass die Haftpflichtversicherung nicht für vorsätzlich verursachte Schäden haftet. Sollte am Arbeitsplatz ein Schaden entstehen, etwa weil der Auszubildende mit den Gerätschaften noch nicht vertraut ist, haftet hingegen die Versicherung des Arbeitgebers.
  • Auslandskrankenversicherung: Wird das erste eigene Geld verdient, steht bei vielen Auszubildenden und auch Berufseinsteigern auch der erste Urlaub ohne Eltern an. Eine Auslandskrankenversicherung ist deshalb ratsam, weil die Krankenversicherung bei Unfällen oder Erkrankungen, die im Ausland, während des Urlaubs behandelt werden, nicht greift. Solch eine Behandlung kann jedoch schnell mehr kosten, als der ganze Urlaub, weswegen eine Auslandskrankenversicherung sehr ratsam ist.
  • Kfz Versicherung: Ist der Auszubildende oder der Berufseinsteiger Halter eines eigenen Kraftfahrzeugs, ist auch eine Kfz-Versicherung unerlässlich.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Berufseinsteiger können meist eine besonders günstige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und sich somit absichern, sollten sie irgendwann nicht mehr in der Lage sein, ihren Beruf auszuüben.
  • Private Rentenversicherung: Eine private Rentenversicherung kann den Lebensstandard im Ruhestand sichern. Je früher diese abgeschlossen wird, desto günstiger sind meist die Angebote. Deshalb kann es ratsam sein, solch eine Versicherung direkt beim Einstieg ins Berufsleben abzuschließen.
  • Rechtsschutzversicherung: Auch eine Rechtsschutzversicherung ist mitunter ein hilfreicher Zusatz, wenn auch nicht unbedingt existenziell. Allerdings existieren in Deutschland bisher über 20. Mio. Verträge der privaten Rechtsschutzversicherung – hier wird bereits deutlich, wie hoch der Absicherungsbedarf im Rechtsbereich ist. Und das nicht ohne Grund, denn ein Rechtsstreit kann sowohl langwierig als auch teuer werden. Unterteilt wird die Versicherung in mehrere Bereiche wie den Verkehrsrechtschutz, den Berufsrechtschutz oder den Privatrechtschutz, sodass ein modularer Aufbau erfolgen kann. Außerdem haben die Versicherten die Möglichkeit, ihren Anwalt nach wie vor selbst auszuwählen, was zum Beispiel über diese Website möglich ist und viel Freiraum bei einer eventuellen Inanspruchnahme der Police bietet. Vorab sollte allerdings in jedem Fall geklärt werden, ob der Wunschanwalt nach der gesetzlichen Gebührenordnung arbeitet. Denn verlangt er Gebührensätze, die darüber hinausgehen, so muss der Versicherte die Differenz selbst zahlen.
  • Weitere Versicherungen: Ebenfalls sinnvoll können der Abschluss einer Unfallversicherung sowie einer Zahnzusatzversicherung sein.
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