Wahrig Herkunftswörterbuch
Geschmack
Ein Substantiv, dessen Plural oft für Verwirrung sorgt, ist Geschmack (vom gleichbedeutenden
westgerm.
*smakka–). Neben der standardsprachlichen Pluralform Geschmäcke ist oft auch die Form Geschmäcker zu hören, etwa in der Redensart die Geschmäcke(r) sind verschieden. In dieser Wendung scheint das Sprichwort über Geschmack lässt sich nicht streiten auf, das seinerseits aus dem lat. de gustibus non (est) disputandum entlehnt ist. Das lat. Substantiv gustus „Geschmack“ findet sich in dem Fremdwort Gusto „Lust, Geschmack“. In Südwestdeutschland sagt man, dass etwas ein Geschmäckle habe, wenn man es als „nicht legal, anrüchig“ empfindet. Gemeint war hier zunächst der Geschmack einer verdorbenen Speise.
Wissenschaft
Reise zum Mittelpunkt des Mars
Eine Landesonde hat mit seismischen Wellen das Innere des Roten Planeten durchleuchtet. Ergebnis: In seinem Zentrum ist ein stattlicher Metallkern. von THORSTEN DAMBECK Die rotbraunen Wüsten auf dem Mars wurden schon eingehend erkundet. Doch wie es darunter aussieht, war bisher weitgehend unklar. Die NASA-Sonde InSight, die 2018...
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...