Wahrig Herkunftswörterbuch
Hals
die Körperteilbezeichnung lässt sich zusammen mit
altengl.
heals, und altfrz.
hals auf germ.
*halsa– „Hals“ zurückführen; Quelle ist die idg.
Verbalwurzel *kwel– „sich drehen, wenden“; die Ausgangsbedeutung ist also „Ort des Drehens, Dreher (des Kopfes)“; auf der gleichen indogermanischen Wurzel beruhen auch lat.
collum „Hals“ und griech.
pólos „Achse, Drehpunkt“; die Zusammensetzung lauthals
stammt aus dem 20. Jh. und wurde aus nddt.
ludhals gebildet; das Halsgericht
war bereits im 14. Jh. als „Gericht, das Todesstrafen verhängen kann“ bekannt; Hals steht hier sinnbildlich für das Leben, da zu dieser Zeit die Todesstrafe fast ausschließlich durch Erhängen vollstreckt wurde
Wissenschaft
Fatale Rauchzeichen
Dass Zigarettenrauch nicht gesund ist, weiß man schon lange. Wenn Raucherinnen und Raucher derart stark husten müssen, dass ihnen beinahe das Beuschel zum Hals rauskommt, nennt man das in Österreich deshalb gern einen Friedhofsjodler. Trotzdem war das Gezeter groß, als die Europäische Kommission unlängst empfohlen hat, rauchfreie...
Wissenschaft
„Kryptischer“ Klimatreiber der Erdgeschichte
Warum erholte sich das Erdklima nach starkem Vulkanismus in der Erdgeschichte oft so langsam? Aus einer Studie geht nun hervor, dass noch lange, nachdem die großen Eruptionen vorüber waren, große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid aus dem Untergrund der Megavulkane in die Atmosphäre strömten. Die Ergebnisse tragen damit zum...