Wissensbibliothek
Bietet das Militär eine Lebensperspektive?
Nein, der Enkel Carl Joseph, mit dem die Trottas wieder zum Militär gefunden haben, empfindet Pomp und Ehrenkodex der Donaumonarchie zunehmend als gespenstische Inszenierung eines überalterten Systems. Zudem leidet er unter dem Schatten des Großvaters: »Ich bin nicht stark genug für dieses Bild.« Als fernen Abglanz ungetrübten Soldatenglücks erlebt er früh nur die exemplarische Szene, wie der Bursche, der schon seinem Großvater diente, im Hof mit Hingabe die Stiefel des Herrn wienert. Langsam verfällt Trotta dem Alkohol und dem Spiel. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges findet er an der Front ein unspektakuläres Ende: Er fällt bei dem Versuch, für seine Einheit Wasser zu holen.
25 Kilo Hautstaub
Wie sehr man sich mit dem Putzen auch bemüht, Staub ist in der Wohnung praktisch allgegenwärtig. Warum das so ist, und wo er herkommt, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Mit einer Fläche von rund zwei Quadratmetern und fünf bis sieben Kilogramm Gewicht ist die Haut das größte und schwerste Organ unseres Körpers. Sie schützt unser...
„Waffen waren bei Olympia verboten“
Der olympische Friedensgedanke ist ein historisches Vermächtnis der griechischen Antike an die Neuzeit – oder? Der Olympiahistoriker Stephan Wassong räumt mit einigen Missverständnissen auf. Das Gespräch führte ROLF HESSBRÜGGE Herr Prof. Wassong, alle paar Jahre beschwört die Welt den „olympischen Frieden“, den es aber nie zu...