Wahrig Herkunftswörterbuch
Rebhuhn
ein kleiner Fasanenvogel
♦
aus
[Info]ahd.
rebhuon, rebahuon, rephuon, repahuon, wahrscheinlich überruss.
rjabka „Rebhuhn“ ausaltkirchenslaw.
rębū „bunt“; die Anlehnung an „Rebe“ ist volksetymologischRebhuhn
Wie bei vielen anderen Wörtern, kann man sich auch beim Begriff Rebhuhn von seiner heutigen Erscheinungsweise in die Irre leiten lassen und es mit dem Wort Rebe „Weinstock“ assoziieren. Die Rebe allerdings (ahd. reba) trat hier erst in volksetymologischer Deutung hinzu, verbunden mit dem mnddt. Adjektiv rap „schnell“. Ursprünglich war mit dem Rebhuhn kein Huhn gemeint, das Weinberge schnell durchstreift, sondern ein buntes Huhn. Dieses in seinem Prachtkleid bunt gefiederte Huhn zeigt in seiner
ahd.
Bezeichnung reb(a)huon eine erstaunliche Ähnlichkeit mit slawischen Benennungen: russ. rjabka, slowen. jereb oder serb. jareb, die auf das altkirchenslawische (altbulgarische) Adjektiv rębū „bunt“ zurückzuführen sind. Aber auch im Lettischen existiert ein ähnlicher Name für das Tier (irbe), und ein Verwandter, das Haselhuhn, heißt altnord. jarpi – hier nimmt man das ahd. Adjektiv erpf „dunkelbraun“ als Quelle an.
Wissenschaft
Tierischer Transport
Zoochorie, die Verbreitung von Samen durch Tiere, formt Ökosysteme und fördert Biodiversität. Ihre Erforschung bringt stetig neue, verblüffende Zusammenhänge ans Licht. von KURT DE SWAAF Wer kennt sie nicht? Die Pflanze mit großen Blättern, an der Kügelchen wachsen, die immer überall hängen bleiben. Ihre erstaunliche...
Wissenschaft
Süßes ohne Reue
Wer auf Zucker verzichten will, greift häufig zu Lightprodukten mit Süßstoffen. Aber sind das tatsächlich gesündere Alternativen? von CAROLIN SAGE Unsere Beziehung zu Zucker ist ambivalent. Süßspeisen sind nicht nur fester Bestandteil unserer Ernährung, sondern auch unserer Kultur. Was wäre der Advent ohne Lebkuchen und...