Wahrig Herkunftswörterbuch
Rhythmus
Wer sich mit der altgriechischen Philosophie auseinandersetzt, der stößt unweigerlich auf den Aphorismus panta rhei „alles fließt“, der dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben wird und sich auf die konstante Veränderung des Seienden bezieht. Darin enthalten ist das griech. Verb rhein „fließen“, das in der Tat auch dem auf den ersten Blick weit entfernten Wort Rhythmus zugrunde liegt. Darüber hinaus ist es nicht nur äußerlich, sondern auch etymologisch mit dem Namen des großen deutschen Flusses Rhein verwandt. Zu rhein wurde im Griechischen das Partizip Präsens rhytos „fließend, strömend“ gebildet, das zum Substantiv rhythmos („das Fließen“, später gleiche, geregelte Bewegung, Ebenmaß“) wurde. Die Römer übernahmen das griech. Wort in der lat. Form rhythmus. Der Rhythmus, den wir heute umgangssprachlich kaum vom Takt unterscheiden, wenn wir über Musik sprechen, ist also in seinem Ursprung ein Fließen; das Wort Takt wiederum stammt von dem lat. Wort tactus und bedeutet eigentlich „Berührung, Gefühl(ssinn)“.
Wissenschaft
»Jeder, der es wünscht, erhält nun Zugang zur Raumfahrt«
Der Stuttgarter Wissenschaftler Stefanos Fasoulas erklärt, weshalb der Einstieg privater Unternehmen die Raumfahrt beflügelt – und was das für die Forschung im All bedeutet. Das Gespräch führte RALF BUTSCHER Herr Professor Fasoulas, die Raumfahrt boomt wie lange nicht mehr. Was steckt dahinter? Im Prinzip wurde diese Entwicklung...
Wissenschaft
Ein schlechtes Mikrofon lässt uns dümmer wirken
Wenn wir mit anderen Menschen sprechen, achten wir automatisch auf den Tonfall. In Videocalls beeinflusst zusätzlich die Qualität des Mikrofons, wie die Teilnehmenden den Sprecher wahrnehmen, wie Forschende in Online-Experimenten herausgefunden haben. Demnach wirken Menschen mit einem „blechern“ klingenden Mikrofon negativer auf...