Wahrig Herkunftswörterbuch

Schwalbe

die Bezeichnung des Vogels geht auf
mhd.
swalwe,
ahd.
swalawa zurück und beruht auf
germ.
swalwon „Schwalbe“; die weitere Herkunft ist nicht geklärt, vielleicht besteht aber ein Benennungsmotiv in Bezug zum gegabelten Schwanz der Schwalbe; hierzu auch die Zusammensetzung
Schwalbenschwanz
als Bezeichnung für einen Schmetterling sowie für eine Holzverbindung
[Info]
Schwalbe
Der Grieche Äsop ist der Stammvater der Fabeldichtung in Europa, auf dessen Werke viele sprachliche Bilder und Redensarten zurückgehen. Aus seiner Fabel Der verschwenderische Junge und die Schwalbe stammt beispielsweise die Wendung eine Schwalbe macht noch keinen Sommer „ein einzelnes Anzeichen rechtfertigt keinen allgemeinen Schluss“ allerdings spricht Äsop vom Frühling und nicht vom Sommer, was aber wohl geografisch bedingt im Norden geändert wurde (vgl. auch das engl. one swallow does not make a summer), während es im Süden (vgl. lat. una hirundo non facit ver und frz. une hirondelle ne fait pas le printemps) beim Frühling bleibt (ver und printemps heißen „Frühling“).
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