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Reise-Schnappschüsse: Fotos lassen uns Momente sogar stärker wahrnehmen

Jeder kennt es aus dem Urlaub: Man läuft abends entspannt die Strandpromenade entlang, nimmt seine Kamera und schießt ein Foto vom Sonnenuntergang. Während man das Foto macht, wird einem nachgesagt, dass man diesen Moment zwar festhält, ihn jedoch nicht genießt. Eine Feldstudie beweist nun das Gegenteil.

Junge Fotografin
Sobald Fotografen ein interessantes Motiv vor die Linse kommt, vergessen sie schnell mal, was um sie herum geschieht.
Sobald Leute Fotos von einer Situation machen, vergessen sie schnell mal, was um sie herum passiert. Sie sind lediglich auf ihre Kamera und Motiv fokussiert. Die reinen Beobachter hingegen, erleben nicht nur das, was vor ihren Augen passiert, sondern nehmen noch die ganzen äußeren Einflüsse wahr. Da können kleinste visuelle Einflüsse eine große Ablenkung sein.

Wer nimmt Momente besser wahr?

Kristin Diehl von der University of Southern California führte zusammen mit ihren Kollegen eine Feldstudie durch, welche zeigen sollte, wer von beiden einen Moment besser genießt: der Fotograf oder der reine Beobachter.

Für die Studie baten die Wissenschaftler 2.000 Freiwillige um ihre Mithilfe. Diese sollten den verschiedensten Tätigkeiten nachgehen, zum Beispiel eine Bustour machen oder essen gehen. Während eine Gruppe dabei Fotos schießen sollte, konnte sich die andere vollständig auf die Tätigkeiten konzentrieren. Nachdem sie fertig waren, wurden sie danach gefragt, wie sehr sie Aufgabe genießen konnten, wie vertieft sie waren und wie sehr sie dabei fokussiert waren.

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TKR, 13.07.2016
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