Lexikon
Navigatiọn
[
lateinisch
]eigentlich die Schifffahrtskunde (Nautik), heute allgemein die Bestimmung des Standorts und Kurses von Schiffen und Luft- und Raumfahrzeugen.
Schiffahrt
In der Schifffahrt werden terrestrische und astronomische Methoden unter Zuhilfenahme von Kompass, Sextant und Chronometer angewandt. Sichtpeilungen von Landmarken und Seezeichen werden mit Karten verglichen, Peilungen von Sonne und Sternen mit Tabellen. Bei schlechter Sicht sind nur in Landnähe relativ genaue Funkpeilungen möglich; auf hoher See ist dann nur ein gegisstes Besteck aufzumachen aus geschätzter Geschwindigkeit über Grund und Abdrift, gekoppelt mit dem Kurs. Heute wird diesem Mangel durch Navigationssatelliten (GPS) begegnet, die geographisch (relativ zur drehenden Erde) fest stehen und jederzeit sehr genaue Funkpeilungen erlauben. Ein völlig unabhängiges System ist die Trägheitsnavigation, die aber fast nur in Atom-U-Booten und Luft- und Raumfahrzeugen eingesetzt wird.
Luftfahrt
In der Luftfahrt wird der Standort als Schnittpunkt zweier oder mehrerer Standlinien ermittelt. Die Standlinien ergeben sich aus der Beobachtung irdischer Markierungspunkte (terrestrische Navigation), von Himmelskörpern (Astronavigation) oder durch Anpeilen von Funksendern (Funknavigation). Die Trägheitsnavigation sowie die Dopplernavigation (Ausnützung des Doppler-Effekts) erlauben die Standortbestimmung unabhängig von Bodenanlagen und sind fremdstörungssicher; sie werden deshalb als autonome Navigationsverfahren bezeichnet. Die Funknavigation überwiegt heute (auch bei guter Sicht) bei weitem. Funkortung, Flugsicherung.
Wissenschaft
Zähne zeigen
Moderne Zahnmediziner greifen immer seltener zum Bohrer: Karies und Parodontitis lassen sich mit innovativen Methoden sanft stoppen. Hilfreich ist dabei die frühzeitige Diagnose. von MONIKA HOLTHOFF-STENGER Zahnfäule und Zahnfleischentzündung sind alte Bekannte der Menschheit. In Marokko entdeckten Wissenschaftler des Max-Planck-...
Wissenschaft
Neue Definition für Adipositas vorgeschlagen
Ob eine Person übergewichtig ist, wird bisher anhand des Verhältnisses von Gewicht und Körpergröße bestimmt. Dieser sogenannte Body-Mass-Index (BMI) berücksichtigt aber nicht die Verteilung des Fettes im Körper und lässt zudem außer Acht, dass beispielsweise auch viel Muskelmasse zu einem hohen Gewicht führen kann. Eine...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Alarmstufe Rot
Der Flaschenhals der Energiewende
Wie lang ist die Küste der britischen Insel?
Der Start ins Leben
Als die Tage kürzer waren
Kampf dem „Hicks“!