Wissensbibliothek
Lässt sich Wasserstoff speichern?
Ja, z. B. in flüssiger Form. Dazu muss er allerdings auf eine Temperatur von –253 °C heruntergekühlt werden. Für diesen Prozess ist Energie aufzuwenden: Verflüssigungsanlagen benötigen etwa eine Kilowattstunde, um die Energie von drei Kilowattstunden in Form von flüssigem Wasserstoff bereitzustellen.
Die Tanks, in denen er gelagert wird, sind doppelwandige Konstruktionen, wobei im Zwischenraum ein Vakuum herrscht. Um den Strahlungsaustausch (und damit ein Aufheizen des Wasserstoffs) zu behindern, sind die Tanks mit einer Vielzahl von Knitterfolienlagen ausgestattet. Dennoch kann die Wärmeübertragung von außen nach innen nicht völlig unterbunden werden und führt dazu, dass bei großen Tanks beispielsweise täglich etwa 0,1 Prozent des Wasserstoffs verdampft und nach außen dringt. Die abdampfenden Mengen werden genutzt, wieder verflüssigt oder müssen sicher abgeblasen werden.
Will man Wasserstoff als Autotreibstoff einsetzen, müssen die Tanks den Sicherheitsanforderungen genügen. So muss die Kühlung zuverlässig arbeiten und darf nicht während der Fahrt ausfallen. Bei einem Unfall darf es nicht zu einer Explosion kommen, denn Wasserstoff ist, genauso wie Benzin oder Diesel, brennbar. Allerdings ist die Gefahr nicht so groß, wie sie manchmal dargestellt wird. Die sog. Knallgasreaktion zwischen Wasser- und Sauerstoff ist zwar heftig. Doch wegen seiner Flüchtigkeit liegt Wasserstoff nach einem Unfall weniger konzentriert vor als dies bei Benzindämpfen der Fall wäre und dazu brennt er mit kleinerer und kälterer Flamme als Kohlenwasserstoffe.
Die Schattenpandemie
Millionen Menschen leiden unter den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung. Die Forschung zu Long Covid und den Ursachen ist komplex. von MARTIN W. ANGLER Es ist kurz vor Mitternacht, als mich die Ärztin in der Notaufnahme an den Tropf hängt. Bluthochdruckkrise mit Anfang 40. Wie kann das sein? Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol...
„Die Industrie braucht unsere Unterstützung“
Die Bundesregierung hat die Mittel für die Batterieforschung drastisch gekürzt. Der Chemiker Martin Winter sieht Deutschland um die Früchte milliardenschwerer Investitionen und erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeit gebracht. Das Gespräch führte FRANK FRICK Herr Professor Winter, bei einem Interview vor acht Jahren haben Sie mir...