Wissensbibliothek
Sterben die Schmetterlinge bei uns wirklich aus?
Aufgrund der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums werden Schmetterlinge bei uns tatsächlich immer seltener. Trotzdem kann man auch hierzulande immer noch einige der bezaubernden »Sommervögel« beobachten.
Zu den schönsten einheimischen Tagfaltern zählt der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) aus der Familie der Ritterfalter, der in zwei, im Süden sogar in drei Generationen pro Jahr fliegt. Er vermag eine Spannweite von bis über sieben Zentimeter vorweisen, ist gelbschwarz gefärbt und verfügt über blaue Streifen und rote Augen auf den Hinterflügeln, die, ebenso wie bei seinen tropischen Verwandten, verlängert sind. Die zebraartig gestreiften Raupen, die auf Doldenblütlern wie Dill, Kümmel und Möhren sitzen, haben eine ausstülpbare rötliche Nackengabel, mit der sie Vögel abschrecken. Außerdem scheiden sie über dieses Organ überschüssige ätherische Öle ab, die sie mit ihren Futterpflanzen aufnehmen. Auch Weißlinge können wir bei uns antreffen. Viele von ihnen zeigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. So sind die Männchen des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni) – wie der Name bereits nahelegt – zitronengelb, die Weibchen hingegen fast weiß. Voll entwickelte Zitronenfalter sind äußerst robust und langlebig: Bald nach dem Schlüpfen legen sie im Sommer eine Ruhepause ein; im Herbst werden sie wieder aktiv. Im Winter hängen sie reglos an Zweigen; dort kann auch scharfer Frost ihnen nichts anhaben.
Auf Beutezug im hohen Norden
Die steigenden Temperaturen und das Schwinden des Eises in der Arktis wecken Begehrlichkeiten. Denn die Region ist reich an Rohstoffen. Und sie bietet Raum für neue Handelsrouten. von RALF BUTSCHER Als am 2. August 2007 drei russische Wissenschaftler an Bord des Tauchboots „Mir-1“ den Nordpol erreichten, setzten sie dort umgehend...
Dauerläufer Mensch
Warum Menschen viel ausdauernder sind als andere Säugetiere und wie es dazu kam, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Geht es um das maximale Fortbewegungstempo, sind Menschen größeren Säugetieren hoffnungslos unterlegen. Pferde schaffen 70 und Geparden sogar 110 Kilometer pro Stunde. Geradezu kümmerlich sind da die maximal 44 des...