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Sterben die Schmetterlinge bei uns wirklich aus?

Aufgrund der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums werden Schmetterlinge bei uns tatsächlich immer seltener. Trotzdem kann man auch hierzulande immer noch einige der bezaubernden »Sommervögel« beobachten.

Zu den schönsten einheimischen Tagfaltern zählt der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) aus der Familie der Ritterfalter, der in zwei, im Süden sogar in drei Generationen pro Jahr fliegt. Er vermag eine Spannweite von bis über sieben Zentimeter vorweisen, ist gelbschwarz gefärbt und verfügt über blaue Streifen und rote Augen auf den Hinterflügeln, die, ebenso wie bei seinen tropischen Verwandten, verlängert sind. Die zebraartig gestreiften Raupen, die auf Doldenblütlern wie Dill, Kümmel und Möhren sitzen, haben eine ausstülpbare rötliche Nackengabel, mit der sie Vögel abschrecken. Außerdem scheiden sie über dieses Organ überschüssige ätherische Öle ab, die sie mit ihren Futterpflanzen aufnehmen. Auch Weißlinge können wir bei uns antreffen. Viele von ihnen zeigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. So sind die Männchen des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni) – wie der Name bereits nahelegt – zitronengelb, die Weibchen hingegen fast weiß. Voll entwickelte Zitronenfalter sind äußerst robust und langlebig: Bald nach dem Schlüpfen legen sie im Sommer eine Ruhepause ein; im Herbst werden sie wieder aktiv. Im Winter hängen sie reglos an Zweigen; dort kann auch scharfer Frost ihnen nichts anhaben.

Volterra
Wissenschaft

Die Entzauberung des Vitruv

Vieles, was wir über römische Baukunst wissen, stammt von Marcus Vitruvius Pollio. Doch nicht alle Theater sind so konstruiert, wie von dem antiken Gelehrten beschrieben, belegen moderne Laserscans. von ROLF HEßBRÜGGE An kaum einem Ort kann man europäische Geschichte so gut begreifen wie im italienischen Volterra: In der rund 2....

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Wissenschaft

Sonnenfinsternis in Maria Toast

Am 8. April erlebten die USA ihre zweite totale Sonnenfinsternis in einem Zeitraum von nur sieben Jahren. Das ist toll, aber auch gemein, denn bei uns in Mitteleuropa ist es erst am 3. September 2081 wieder so weit. Die Entfernung zwischen Erde und Mond ist so groß, dass Sonnenfinsternisse nur selten und selbst dann nur […]

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