Die Kraft-Wärme-Kopplung
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Die Kraft-Wärme-Kopplung

Bild: Foto: Matze.fu, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Energiekosten sind ärgerlich – und können bei weiterer Tariferhöhung sogar für manchen zum Problem werden. Doch für Eigenheimbesitzer gibt es eine Alternative: die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Mit ihr lassen sich auf Basis von beispielsweise Erdgas sowohl Strom als auch Heizwärme erzeugen – praktisch, effizient und umweltschonend zugleich. Doch worin besteht das Geheimnis der KWK-Anlagen, und wie muss man sich ihren Betrieb vorstellen? wissen.de hat das Kraftwerk im Keller ausprobiert.

Energiekosten sind ärgerlich – und können bei weiterer Tariferhöhung sogar für manchen zum Problem werden. Doch für Eigenheimbesitzer gibt es eine Alternative: die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Mit ihr lassen sich auf Basis von beispielsweise Erdgas sowohl Strom als auch Heizwärme erzeugen – praktisch, effizient und umweltschonend zugleich. Doch worin besteht das Geheimnis der KWK-Anlagen, und wie muss man sich ihren Betrieb vorstellen? wissen.de hat das Kraftwerk im Keller ausprobiert.

Die Versorgung mit Energie ist ein altes Menschheitsthema. Im Mittelpunkt steht immer das Problem, wie der Energieträger – wie beispielsweise Holz als ursprünglichste Form – zum Verbraucher gelangt. Die Nutzbarmachung des elektrischen Stroms war hierbei ein großer Schritt, der im 19. Jahrhundert zur Errichtung von entsprechenden Kraftwerken führte. Nun konnte an zentraler Stelle Energie bereitgestellt werden, um über ein Leitungsnetz in die Haushalte oder an andere Verbraucherstätten zu gelangen. Mittels Fernwärme lässt sich dieses Prinzip auch für den Betrieb von Heizkörpern nutzen. Nach wie vor wird aber gerade in Ein- oder Zweifamilienhäusern oft Heizöl verbrannt, um an die nötige Wärme zu kommen. Das ist teuer und dürfte in Zukunft noch teurer werden.

So funktioniert die Kraft-Wärme-Kopplung

Als Alternative bietet sich die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung an. Deren Prinzip ist schon lange bekannt; die Grundidee beruht darauf, dass bei der Erzeugung von Strom in einem Gas- oder Kohlekraftwerk noch immer etwa die Hälfte der eingesetzten Energie verlorengeht. Es gilt also, diese ansonsten ungenutzte Abwärme produktiv umzusetzen, um den Wirkungsgrad des Kraftwerks entscheidend zu verbessern. Während selbst moderne Anlagen lediglich bei knapp sechzig Prozent liegen, was die Umsetzung der eingesetzten Brennstoffe betrifft, kann mittels Kraft-Wärme-Kopplung ein Wert von knapp neunzig Prozent erreicht werden. Dies ist nicht nur ressourcenschonend, sondern bewirkt auch eine bessere Bilanz beim Kohlendioxidausstoß. Man spricht dann von einem Blockheizkraftwerk. Das Kraftwerk im Keller funktioniert genauso.

Eine Zukunftstechnologie?

Grundsätzlich gibt es Systeme, die die Kraft-Wärme-Kopplung nutzen, in jeder Größe. Für Ein- bis Zweifamilienhäuser wird zumeist eine Mikro-KWK-Anlage in Frage kommen, die mit Erd- oder Flüssiggas betrieben wird. Ein entsprechender Anschluss, ein Aufstellplatz und ein Schornstein sind hierbei die Grundvoraussetzung. Der erzeugte Strom wird in erster Linie im Haus verbraucht, kann aber auch ins Netz eingespeist werden; aus diesem kommt auch der Nachschub, falls einmal doch Engpässe eintreten sollten. Auch sonst sorgt eine ausgeklügelte Technologie dafür, dass die nötige Leistung geliefert wird. In Deutschland helfen Zuschüsse und steuerliche Vorteile dabei, sich für das Kraftwerk im Keller zu entscheiden. Tatsächlich ist beabsichtigt, bis 2020 ein Viertel der Stromversorgung durch Kraft-Wärme-Kopplung zu bewältigen – ein weiterer Grund, sich diese Zukunftstechnologie einmal ausführlich vorstellen zu lassen.

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