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Erfolgreiche Werbung

Jedes noch so kleine Unternehmen ist auf das Schalten von Werbung angewiesen. Denn wer nicht auf sein Angebot aufmerksam macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kunden ausbleiben. Das Geheimnis besteht darin, sich mit der eigens konzipierten Werbung aus der breiten Masse hervorzuheben, um die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden zu gewinnen.

Erfolgreiche Werbebotschaft
Robert Kneschke - Fotolia.com

Im Jahr 2012 investierte die deutsche Wirtschaft 29,74 Milliarden Euro in Werbung, wie die nachstehende Statistik zeigt. Doch nicht jede Werbung ist gleich gute Werbung. Anbei werden die besten Tipps für eine erfolgreiche Werbekampagne erläutert.

Investitionen der Deutschen Wirtschaft in Werbung
GfK zaw.de / In: Statista (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1633/umfrage/investitionen-der-deutschen-wirtschaft-in-werbung/)

1. Die Zielgruppe definieren

Bevor die Werbekampagne geplant wird, ist es entscheidend, erst einmal die Zielgruppe, also diejenigen Verbraucher, die die Werbung vornehmlich ansprechen soll, festzulegen. Wer 15-25-Jährige ansprechen möchte, muss seine Werbebotschaft ganz anders verpacken, als jemand, dessen Zielgruppe 60 Jahre oder älter ist. Wie genau die Definition einer Zielgruppe funktioniert, ist auf der Seite von akademie.de nachzulesen.

Zielgruppe festlegen
WunderBild - Fotolia.com

 
2. Interesse beim Verbraucher wecken
Nur eine Werbebotschaft, die das Interesse beim potentiellen Konsumenten weckt, ist eine gute Werbebotschaft. Das beworbene Produkt oder die angebotene Dienstleistung muss in der Werbung besonders attraktiv dargestellt werden. Eine Möglichkeit dies zu gewährleisten, ist, die Abgabe eines Versprechens, zum Beispiel einer Geld-zurück-Garantie. Der Verbraucher erhält den Eindruck, dass er nichts zu verlieren hat, wenn er das Produkt oder die Dienstleistung konsumiert. Schließlich kann er bei Nicht-Gefallen sein Geld zurückfordern. Bietet die direkte Konkurrenz solch ein Versprechen nicht, kann sich durch solch eine Werbebotschaft eine Vorteilssituation am Markt ergeben. Doch auch so schafft die Botschaft beim Kunden Sicherheut und Vertrauen. Entscheidend ist allerdings, dass die gegebenen Versprechen auch eingehalten werden. Nur ein Verbraucher, der Vertrauen zu einem Produkt oder einer Marke hat, wird ein treuer Bestandskunde werden.
 
3. Sich von der Masse absetzen
Wer seine Werbung wenig innovativ gestaltet und immer wieder auf die gleichen bekannten Muster zurückgreift, wird zwangsläufig im Einheitsbrei der zahlreichen Werbekampagnen untergehen. Nur wer es besser macht, als die Konkurrenz, kann dauerhaft erfolgreich sein. Deshalb ist es ratsam, die Werbetexte, Claims und Slogans der Mitbewerber genau zu analysieren. Im Anschluss sollte überlegt werden, wie sich das eigene Werbekonzept möglichst deutlich von denen der Konkurrenz abheben kann. Die Schwächen der Werbebotschaften der Konkurrenz werden dazu ermittelt. Die eigene Werbebotschaft sollte dann genau dort mit ihren Stärken ansetzen. Setzt die Konkurrenz zum Beispiel auf ihre günstigen Preise, ist es nicht ratsam, es ihnen gleich zu tun. Auch wenn die eigenen Preise nicht teurer sind, könnte der potentielle Kunde die verschiedenen Angebote leicht verwechseln. Besser ist es, in solch einem Fall zum Beispiel den guten Kundenservice als Vorzug herauszuarbeiten und diesen in der Werbebotschaft zu vermitteln.
 
4. Die richtigen Worte finden
Damit eine Werbebotschaft im Gedächtnis des Verbrauchers bleibt, muss sie kurz, knackig und gut verständlich sein. Verschachtelte Sätze oder unabsichtliche Mehrdeutigkeit sind also fehl am Platz. Auch Floskeln, Verallgemeinerungen oder spezifische Fachsprache sind kontraproduktiv. Die Sprache in der Werbebotschaft muss sich an der Zielgruppe orientieren. Ein junges Zielpublikum kann zum Beispiel auch mit einem lockeren Jargon angesprochen werden, während das bei einer deutlich älteren Zielgruppe meist weniger gut ankommt.
 
5. Emotionen wecken
Informationen sind schön und gut, damit ein potentieller Kunde jedoch einen Kauf- beziehungsweise Konsumanreiz bekommt, ist es entscheidend, mit Hilfe der Werbung seine Emotionen zu wecken. Auch hier ist es wieder sehr wichtig, seine Zielgruppe genau zu kennen. Wo liegen ihre Interessen? Welche Vorlieben, Wünsche und Hoffnungen haben die Verbraucher, die angesprochen werden sollen? Wer seine Zielgruppe kennt, kann seine Werbebotschaft mit Hilfe von Bildern oder auch Musik optimieren, wie es beispielsweise die Telekom in ihren Werbespots schafft.
 
Auch reagieren fast alle Menschen emotional auf Tiere in der Werbung. Vor allem kleine und süße Tiere, wie Kätzchen, Hundebabys oder Hamster sind beim Verbraucher beliebt. Aber auch gefährlichere Arten wie Tiger oder Schlangen haben einen guten Effekt und können ein Produkt aufregend erscheinen lassen. Die Tiere wecken positive Gefühle und Wünsche beim Betrachter und motivieren ihn somit zum Kauf des Produktes oder zur Inanspruchnahme der Dienstleistung. Ein guten Beispiel für die den positiven Effekt, den Tiere in der Werbung erzielen können, ist die Firma Zooroyal, bei deren Werbespots immer die Vierbeiner im Mittelpunkt stehen: https://www.youtube.com/user/zooroyal99
 
Neben Tieren haben vor allem auch Babys und Kleinkinder eine emotionale Wirkung auf den Betrachter. Dieser Einfluss kann noch verstärkt werden, in dem die Hilfsbedürftigkeit der Kleinen in den Vordergrund gestellt wird. Pampers hat diese Werbebotschaft nahezu perfektioniert.
 
6. Den Konsumenten überzeugen
Im Zentrum der Entwicklung einer Werbebotschaft muss immer die Frage stehen: Warum sollte sich ein potentieller Kunde für das eigene Produkt beziehungsweise die Dienstleistung entscheiden? Die Antwort auf diese Frage kann innerhalb der Werbebotschaft direkt oder indirekt gegeben werden. So kann die Werbebotschaft zum Beispiel die Aussage treffen: „Entscheiden sie sich für unser Produkt, weil…!“ oder die Visualisierung und Emotionalisierung der Werbebotschaft ruft beim Kunden das dringende Bedürfnis hervor, das Produkt zu kaufen oder die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Vor allem Letzteres ist nicht ganz einfach. Deshalb sollte die Werbebotschaft immer zuerst an einem Zielpublikum erprobt werden, um zu sehen, ob sie die erwünschte Wirkung mit sich bringt und ob die Werbebotschaft verständlich vermittelt wird.
 
7. Die Platzierung und die Frequenz
Ist die Erstellung der Werbekampagne abgeschlossen, kommt es nun darauf an, wo und wie oft sie platziert wird. Als Orientierung können hier folgende Grundsätze dienen:
  • Die Werbebotschaft sollte so oft wie möglich kommuniziert werden.
  • Wiederholungen im Text
  • Generell wiederholter Einsatz der Werbebotschaft
  • Die Werbebotschaft sollte möglichst prominent kommuniziert werden 
  • Die Werbebotschaft wird grafisch hervorgehoben
  • Die Werbebotschaft befindet sich in der Headline, beziehungsweise weit am Anfang des Textes
  • Die Werbebotschaft sollte möglichst in allen Medien kommuniziert werden
Medienvielfalt
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  • Es dürfen in den verschiedenen Medien keine widersprüchlichen Informationen vermittelt werden
  • Die Werbebotschaft sollte im Umfeld der Zielgruppe kommuniziert werden
  • Platzierung der Werbebotschaft an Orten an denen sich die Zielgruppe aufhält und in Medien, die die Zielgruppe konsumiert
 
 
 

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