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Gas geben und Speisefett tanken

Ob Erdgas, Biodiesel oder Bioethanol: alternative Kraftstoffe sind im Kommen. Kein Wunder, angesichts der ständig steigenden Kraftstoffpreise und der endlichen Erdölreserven. Zwar decken Biokraftstoffe derzeit nur einen Anteil von rund 6,6 Prozent an der gesamten Kraftstoffversorgung in Deutschland ab. Doch einige Experten schätzen, dass es bis 2030 weltweit bis zu 30 Prozent werden könnten. Deutschland und die anderen EU-Länder haben sich bereits verpflichtet, ihren Anteil an Biokraftstoffen bis 2010 auf ca. sechs Prozent auszubauen. Viele Mineralölkonzerne – wie BP oder Shell – setzen dem entsprechend verstärkt auf Biodiesel, Bioethanol und Erdgas. Neben den Kosteneinsparungen punkten alternative Kraftstoffe vor allem durch ihren wesentlich geringeren Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).  

von Michael Fischer, wissen.de

Erdgas

Als alternativer Kraftstoff wird Erdgas auf 200 bar verdichtet (Compressed Natural Gas). CNG ist typischerweise eine Mischung aus etwas 90 Prozent Methan und Ethan. Durch den hohen Betriebsdruck muss Erdgas in geeigneten Druckbehältern aus Stahl oder Kohlefasern gehalten werden. Diese werden meist unter dem Fahrzeugboden – unterflurig – angebracht. Erdgasfahrzeuge werden mittlerweile von nahezu alle großen Automobilherstellern angeboten. Die Reichweiten liegen je nach Modell zwischen 200 und 450 Kilometern. Zwar kosten sie bis zu zehn Prozent mehr als konventionell betriebene Autos, doch aufgrund der niedrigen Kraftstoffkosten ist diese Differenz nach rund 50.000 Kilometern wieder „eingefahren“. Für etwa 55 Cent ist die Menge Erdgas zu haben, die einem Liter Benzin entspricht. Steuerlich begünstigt wird Erdgas noch bis 2018. Außerdem gewähren örtliche Energieversorger Zuschüsse zum Kauf eines Erdgasautos. Natürlich können Autos auch nachgerüstet werden. Die Kosten für eine fachgerechte Umrüstung liegen bei 2.500 bis 4.000 Euro.

Bei den Antriebsarten unterscheidet man zwischen monovalenten Fahrzeugen, die ausschließlich mit Erdgas als Kraftstoff angetrieben werden, und bivalenten Fahrzeugen, die sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden können. Bei letzteren kann jederzeit per Knopfdruck von Gas- auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden.

Bei monovalenten Erdgasfahrzeugen bleibt gegenüber dem Benziner des gleichen Modells die Motorleistung konstant. Bei bivalenten Fahrzeugen kann es einen Leistungsabfall von bis zu 10 Prozent geben. Bundesweit gibt es bereits mehr als 1000 Erdgas-Tankstellen. Im Vergleich zu Benzinmotoren entsteht bei der Verbrennung von Erdgas rund 25 Prozent weniger Kohlendioxid. 

 

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