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Einen Stich büßt sie mit dem Leben

Monika Wittmann

Honigbiene oder Wespe – was ist der Unterschied?

1. Wespen kann man an ihren gelb-schwarzen Streifen und der ausgeprägten „Wespentaille“ erkennen. Honigbienen sind etwas plumper, bräunlich und am Körper behaart.

2. Die Honigbiene ist Vegetarierin, sie ernährt sich wie ihr Name schon sagt ausschließlich von Honig. Diesen stellt sie aus gesammeltem süßen Pflanzensaft (Nektar) her. Wespen benötigen auch Fleisch. Deshalb werden wir beim Essen im Freien hauptsächlich von Wespen belästigt. Bienen halten sich vor allem auf Blumen und Blüten auf. Besonders gern mögen sie Klee deshalb zur Kleeblüte lieber nicht barfuß durch eine Wiese laufen.

3. Wespen und Bienen haben ihre Stachel zu ganz verschiedenen Zwecken:
Wespen gehen mit dem Stachel auf Insektenfang.
Bienen dient ihr Stechapparat zur reinen Notwehr.
Sie büßen den Stich mit ihrem Leben: Der Stachel wird vom Hinterteil der Biene abgerissen und bleibt in der Wunde stecken. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie noch die kleine Giftblase erkennen. Diese Drüse pumpt weiter Gift in die Wunde. Sie sollten deshalb den Stachel sofort entfernen. Am besten mit einer feinen Pinzette. Mit bloßen Fingern laufen Sie Gefahr, die Giftdrüse zu zerquetschen. Ist keine Pinzette zur Hand, können Sie auch versuchen, den Stachel mit den Fingern „herauszuschnipsen“.

Erste Hilfe
Zur Erstversorgung empfiehlt sich bei Bienenstichen ebenso wie bei Wespenstichen ausreichende Kühlung. Es gibt auch ein homöopathisches Mittel gegen Bienenstiche: Apis. Dabei handelt es sich um Bienengift, allerdings in extrem verdünnter Form. Das homöopathische Mittel wird meist in Form von Kügelchen (sogenannten Globuli) verabreicht. Es soll die Wirkung des Stichs neutralisieren.

Ob Biene, Wespe oder Hummel es sind übrigens nur die Weibchen, die stechen. Die Männchen oder „Drohnen“ besitzen keinen Wehrstachel.

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