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Die Koppe ist Fisch des Jahres 2006

Die Koppe (Cottus gobio), auch Groppe oder Mühlkoppe, zählt sowohl in Deutschland als auch in Österreich zu den gefährdeten Tierarten. Der wenig bekannte heimische Süßwasserfisch bewohnt bevorzugt klare und rasch fließende Bäche und kleinere Flüsse mit steinigem Grund, ist aber auch in kühlen, sauerstoffreichen Seen anzutreffen. Die Koppe kommt hauptsächlich in Mitteleuropa westlich der Elbe bis zu den Pyrenäen vor. Früher war sie in nahezu allen Forellenbächen zu finden.

Die Koppe ist zwischen zehn und 15 Zentimeter groß, wirkt durch ihren großen Kopf und das breite Maul aber wesentlich imposanter. „Bullenkopf“ heißt sie daher auch im Volksmund. Große, fächerförmige Brustflossen und zwei Rückenflossen mit Stachelstrahlen verleihen ihr zusätzlich ein beeindruckendes Aussehen. Ihr keulenförmiger Körper passt sich farblich gut dem Untergrund der Gewässer an, durch die bräunlich bis dunkelgraue Färbung und die unregelmäßige Marmorierung ist sie zwischen den Steinen und Wasserpflanzen nur schwer auszumachen.

Die Koppe ist ein so genannter Grundfisch. Sie gilt allerdings als schlechter Schwimmer, denn sie besitzt keine Schwimmblase und bewegt sich mit gespreizten Brustflossen ruckartig über den Boden. Tagsüber verbirgt sie sich, erst in der Dämmerung wird sie aktiv und begibt sich auf die Jagd nach Insektenlarven, Bachflohkrebsen und Fischbrut.

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von Iris Hilberth, wissen.de
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