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Experten-Gespräch mit Chef-Analyst Klaus Lüpertz

Der Sektor schlägt sich wacker: „Nur“ rund fünfzehn Prozent Minus verbucht die Benchmark für Konsumwerte seit Jahresbeginn - im Vergleich gegen den DAX oder ausgewählte Branchenzweige ein robustes Ergebnis. HSBC-Trinkaus-Analyst Klaus Lüpertz ist indes skeptisch: Er glaubt, dass der große Ausverkauf noch bevorsteht, wenn die US-Konjunktur weiter bröckelt. Lesen Sie im exklusiven wissen.de-Interview, warum.

Das „dicke Ende“ steht noch bevor

wissen.de: Die Konsumgüterbranche konnte sich lange Zeit als Fels in der Brandung dem Ausverkauf an den Weltbörsen entziehen, ehe Anfang Juli auch die Kurse purzelten. Ist das Schlimmste überstanden?

Klaus Lüpertz: Der Konsumgüterbereich könnte das "dicke Ende" sogar noch vor sich haben. Warum? Nun, nach den Terroranschlägen auf die USA hat sich der Konsum lange recht robust gehalten. Die Amerikaner haben sich recht patriotisch verhalten nach dem Motto: "Jetzt erst recht"! Das Problem: Durch die starken Kursrückgänge an den Aktienmärkten sind große Geldvermögen vernichtet worden; seit den Höchstständen an den Börsen sprechen wir von einer Wertvernichtung von über 5 Billiarden US-Dollar. Das wurde lange Zeit durch steigende Immobilienpreise kompensiert, aber auch der Sektor zeigt seit zwei Monaten Tendenz zur Schwäche. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 5,9 Prozent knapp unter dem Hoch von 6 Prozent; all dies spricht nicht für eine Belebung des Konsums.

wissen.de: Wie attraktiv ist der Sektor im gegenwärtigen Börsenumfeld: Konsumaktien halten sich, trotz der Rückschläge, ja immer noch beachtlich. Sind die aktuellen Kursniveaus Kaufgelegenheiten - bzw: Wird der Sektor den breiten Markt in den nächsten 12 - 18 Monaten outperformen?

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