Frohe Weihnacht! Hauskaa Joulua!
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Frohe Weihnacht! Hauskaa Joulua!

Bild: Foto: Hermann Struck, Public domain, via Wikimedia Commons

Historisch gesehen kam Jesus gar nicht am 25. Dezember zur Welt. Dieser Zeitraum der Wintersonnenwende hatte vielmehr seit langem eine große Bedeutung sowohl in der römischen als auch in der heidnisch-germanischen Tradition. Die Mitwinterzeit, auch bekannt unter dem Namen "Zwölf Nächte", erstreckt sich von Weihnachten (24.12.) bis zum Heiligen Dreikönigstag (06.01.). Eine Vielzahl von Ritualen sollte früher dafür sorgen, dass die Sonne an den kürzesten Tagen im Jahr wieder neue Kraft bekommt. Als das Christentum immer mehr Anhänger fand, übernahm man einfach diesen Zeitraum und deutete ihn in einem christlichen Sinn um.

Woher kommt der Name "Weihnacht"?

Historisch gesehen kam Jesus gar nicht am 25. Dezember zur Welt. Dieser Zeitraum der Wintersonnenwende hatte vielmehr seit langem eine große Bedeutung sowohl in der römischen als auch in der heidnisch-germanischen Tradition. Die Mitwinterzeit, auch bekannt unter dem Namen "Zwölf Nächte", erstreckt sich von Weihnachten (24.12.) bis zum Heiligen Dreikönigstag (06.01.). Eine Vielzahl von Ritualen sollte früher dafür sorgen, dass die Sonne an den kürzesten Tagen im Jahr wieder neue Kraft bekommt. Als das Christentum immer mehr Anhänger fand, übernahm man einfach diesen Zeitraum und deutete ihn in einem christlichen Sinn um.

Die Gründe für die Festlegung auf den 25. Dezember sind nicht ganz eindeutig. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das Weihnachtsfest dem am gleichen Tag begangenen römischen Staatsfest der Geburt des unbesiegbaren Sonnengottes gegenübergestellt wurde. Demnach würde die Tradition des Weihnachtsfestes auf die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts zurückreichen. Die deutsche Bezeichnung "Weihnachten" stammt noch aus der alten heidnischen Zeit. Sie geht auf den mittelhochdeutschen Plural "ze den wihen nahten" zurück, was soviel wie "in den heiligen Nächten" bedeutet. Das zusammengesetzte Wort "wihenaht" ist seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts belegt.

Was steckt hinter dem Wort "Jul"?

In Schweden heißt es "God Jul", in Finnland "Hauskaa Joulua", wenn sich die Menschen eine frohe Weihnacht wünschen. In Skandinavien leitet sich der Ausdruck für Heiligabend von "Jul" ab, dem nordgermanischen Wort für "Rad". Im übertragenen Sinn als Rad der Zeit, das sich wieder um ein weiteres Jahr gedreht hat, bezeichnete Jul das Fest der Wintersonnenwende.

Im Norden, wo die Winter sehr lang sind und die Menschen unter Dunkelheit und Kälte leiden, spielt Weihnachten eine große Rolle. Finnland nimmt sogar für sich in Anspruch, die Heimat des Weihnachtsmanns zu sein. Er heißt hier Joulupukki und besucht die Kinder, die sich oft als Elfen verkleiden, am 24. Dezember. Wie wichtig die Festtage für die Finnen sind, zeigt sich selbst am Namen für den Monat Dezember: Joulukku bedeutet übersetzt der "Weihnachtsmonat".Wie in Finnland finden auch im Nachbarland Schweden die Weihnachtsfeierlichkeiten am 24. Dezember statt. Die Kinder dort haben es gut, denn schon sobald es dunkel wird, also bereits am Nachmittag, beginnt die Bescherung. Was bei uns Heiligabend heißt, bezeichnen die Schweden als "Julafton", als "Weihnachtsnachmittag".

Hat X-mas noch etwas mit Christus zu tun?

"Merry Christmas!" – so wünscht man sich im großen englischen Sprachraum ein frohes Weihnachtsfest. Dort wird die christliche Bedeutung von Weihnachten bereits im Namen für das Fest sichtbar. Das Wort "Christmas" geht auf die altenglische Bezeichnung "Cristes mæsse" zurück und bezieht sich somit ganz auf die Eucharistiefeier, also die Messe zu Ehren Christi. Vor allem in den USA verwenden daneben viele Menschen den Ausdruck "X-mas bzw. Xmas". Dabei handelt es sich nicht bloß um eine moderne Verkürzung oder gar Säkularisierung des Begriffs. Der Buchstabe X steht vielmehr für den Anfangsbuchstaben des Wortes "Xtos", dem griechischen Namen für Christus.

Der lateinische Einfluss auf die Wortbildung

In Spanien wünschen sich die Menschen "Feliz Navidad", die Italiener feiern "Natale", auf Portugiesisch heißt Weihnachten "Natal" und das katalanische Wort lautet "Nadal". Bei den romanischen Sprachen steht ebenfalls der christliche Anlass des Weihnachtsfestes im Mittelpunkt. Die Bezeichnungen gehen alle auf das lateinische Wort "nascor" zurück, was übersetzt "geboren werden" bedeutet. Aus der lateinischen Form "natalis dies", dem Tag der Geburt, entwickelte sich im Französischen über die Vorstufe "nael" das heutige Wort "Noël". Selbst in Indonesien finden sich lateinische Wurzeln, hier wird das Fest "Hari Natal" genannt.

Glossar

Der Weihnachtsmann in anderen Sprachen

Belgien: Christkind oder Saint Nicholas

Brasilien: Papai Noel

China: Dun Che Lao Ren

Dänemark: Julemanden

England: Father Christmas oder Santa Claus

Finnland: Joulupukki

Frankreich: Père Noël

Holland: Sinterklaas

Irland: Jolasveinn

Italien: Babbo Natale

Japan: Santa Kurousu

Mexiko: San Nicolás oder Santa

Norwegen: Julenissen

Russland: Ded Moroz oder Dedushka Moroz

Schweden: Jultomten

"Fröhliche Weihnacht" auf der ganzen Welt

Albanien: Gézuar Krishlindjet

Algerien, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien: Mboni Chrismen

Bangladesch: Shuvo Baro Din

Belgien (Flämisch): Zalig Kerstfeest

Bosnien: Sretam Bozic

Bulgarien: Vessela Koleda

China: Sheng Tan Kuai Loh

Dänemark: Glaedelig Jul

England, USA, Australien: Merry Christmas oder Happy Christmas

Finnland: Hauskaa Joulua

Frankreich: Joyeux Noël

Griechenland: Kala Christouyenna

Hong Kong: Sing dan fiy loc

Indien: Shub Christu Jayanti

Israel: Mo’adim Lesimkha

Italien: Buon Natale

Japan: Merii Kurisumasu

Kroatien: Sretan Bozic

Libanon: Milad Majeed

Malta: Il-Milied it-Tajjeb

Norwegen: Gledelig Jul

Polen: Boze Narodzenie

Portugal: Boas Festas

Rumänien: Craciun fericit oder Sarbatori fericite

Russland: Hristos Razdajetsja oder Rozdjestvom Hristovim

Schweden: God Jul

Slowakei: Vesele Vianoce

Slowenien: Srecen Bozic

Spanien und alle spanisch sprechenden Länder: Feliz Navidad

Südafrika: Geseënde Kersfees (Afrikaans) oder Happy Christmas (Englisch)

Sudan: Wilujeng Natal

Thailand: Ewadee Pe-e Mai

Tschechische Republik: Vesele Vanoce

Türkei: Mutlu Noeller

Ungarn: Boldog Karácsonyt

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