Lexikon

Achternbusch

Herbert, deutscher Schriftsteller und Filmemacher, * 23. 11. 1938 München; Nonkonformist, der höchst eigenwillig mit Inhalten (meist bayerische Sujets) und Sprache verfährt; erlangte seine größte Bekanntheit durch Werke, in denen die Provokation ein nicht zu ignorierendes Ausmaß annahm wie in dem Jesus-Film „Das Gespenst“ (1982, als Buch 1983). Erzähltexte: „Hülle“ 1969; „Die Stunde des Todes“ 1975; „Wind“ 1984; „Schlag 7 Uhr“ 1998; Theater „Susn“ 1980; „Gust“ 1984; „Auf verlorenem Posten“ 1990; „Der Stiefel und seine Socken“ 1993; Filme: „Das Andechser Gefühl“ 1975; „Die Föhnforscher“ 1985; „Hicks Last Stand“ 1990; „Hades“ 1995.
  • Deutscher Titel: Das Gespenst
  • Original-Titel: DAS GESPENST
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1982
  • Regie: Herbert Achternbusch
  • Drehbuch: Herbert Achternbusch
  • Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
  • Schauspieler: Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Kurt
    Raab
    , Dietmar Schneider, Judith Achternbusch
Auf die Klage einer Oberin über den untätigen Messias steigt eine lebensgroße Christusfigur (Herbert Achternbusch) in einem Kloster vom Kreuz.
Als Ober verkleidet, mischt sich Jesus in Bayern unter die Leute. Neben braven Durchschnittsbürgern und Polizisten legt sich »das Gespenst« auch mit der Kirche an.
Achternbusch beschäftigt sich in seiner Tragikomödie nicht nur mit der Frage, wie Jesus im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts gehandelt hätte, er kritisiert auch die politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik. Wegen seiner Attacke auf Staat und Kirche, die den Film als Blasphemie betrachtet, entwickelt sich 1983 eine heftige Auseinandersetzung zwischen deutschen Regisseuren, Kirchenvertretern und Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann, der die Zahlung bereits genehmigter Fördergelder verweigert.
DNA
Wissenschaft

DNA statt DVD

Die DNA, der Träger der Erbinformation, lässt sich als Speichermedium nutzen. Inzwischen ist es Forschern gelungen, mit der Technik Texte, Bilder, Filme und Tondokumente zu archivieren. von Michael Vogel Filme, Musik, medizinische Aufnahmen oder Dokumente und Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente: Überall fallen riesige...

OpenClaw
Wissenschaft

Agenten unter uns

Künstliche Intelligenz kann immer mehr. So passen sich KI-Agenten an veränderte Situationen an, handeln und entscheiden eigenständig und kommunizieren mit Menschen sowie untereinander. Das eröffnet neue Einsatzfelder – aber schafft auch neue Risiken. von ULRICH EBERL Agenten kannten die meisten Menschen bisher nur aus dem Kino –...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon