Lexikon
Andersch, Alfred: Efraim
- Erscheinungsjahr: 1967
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Efraim
- Genre: Roman
Zentrales Thema des bei Diogenes in Zürich erschienenen Romans »Efraim« von Alfred Andersch (* 1914, † 1980) ist der durch das Medium „Erzählen“ versuchte Klärungsprozess in einer verwirrenden Realität. Der Journalist Georg Efraim, eine moderne Verkörperung des heimatlosen Juden – geboren in Deutschland, nach Adoption Brite, lebend in Rom –, wird sich bei einem Aufenthalt in Berlin anlässlich einer Reportage über die Kuba-Krise der Unzulänglichkeit seiner Existenz klar: Seine Frau betrügt ihn mit seinem Chefredakteur, er selbst hat ein Verhältnis mit der Verlobten eines avantgardistischen Komponisten. Der Aufenthalt in Berlin, wo der sensible Efraim die politischen und sozialen Verhältnisse, aber auch den weiter vorhandenen Antisemitismus in der Bundesrepublik mit Befremden registriert, löst den Entschluss aus, sich vom Journalismus abzuwenden und literarisch tätig zu werden. Der Roman beschreibt diesen Versuch.
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