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Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl ist zweifellos die erfolgreichste, ganz sicher aber auch die umstrittenste deutsche Regisseurin des 20. Jahrhunderts. Über ihre Rolle im Dritten Reich, dem sie mit berüchtigten Parteitagsfilmen wie Triumph des Willens oder den Olympia-Dokumentationen Fest der Völker und Fest der Schönheit wenigstens kinematografische Weltgeltung verschaffte, wird bis heute kontrovers diskutiert. Doch ganz so hoch wie in früheren Jahren schlagen die Wogen nicht mehr. Leni Riefenstahl scheint es gelungen zu sein, der deutschen Öffentlichkeit eine Imagekorrektur aufzuzwingen, die in anderen Ländern freiwillig vollzogen wurde. Heute gilt die Frau, die nach Kriegsende so angefeindet wurde wie sonst nur Marlene Dietrich, allerdings aus genau den entgegengesetzten Gründen, schon wieder als eine Art Kultfigur

Der Star auf der Bühne

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Leni Riefenstahl wird am 22. August 1902 in Berlin als Tochter des Kaufmanns Alfred Riefenstahl und seiner Frau Bertha geboren. Im Alter von 16 Jahren nimmt sie Mal- und Zeichenkurse an der dortigen Kunstakademie und beginnt zeitgleich eine Ausbildung als Tänzerin. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten - 1923 bietet ihr Max Reinhardt einen Vertrag als Solotänzerin am Deutschen Theater an. Doch die erste Karriere der Riefenstahl, die ihr bereits nationale und internationale Anerkennung einbringt, wird durch eine Knieverletzung abrupt beendet. Sie wechselt zum Film und wird unter der Regie des auf wuchtige Bergkulissen spezialisierten Arnold Franck einer der ersten deutschen Kinostars. Der heilige Berg (1926), Die weiße Hölle vom Piz Palü (1929), Stürme über dem Montblanc (1930) oder Der weiße Rausch (1931) bleiben für Leni Riefenstahl trotzdem nur Zwischenstationen. Im Laufe der Produktionen lernt sie vor und hinter der Kamera handwerkliche Voraussetzungen und neueste Techniken kennen, die sie in die Lage versetzen, zunächst eine eigene Produktionsfirma zu gründen und dann selbst auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.

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