Lexikon

Askẹse

[
die; griechisch, „Übung“
]
Aszese
ursprünglich die körperliche Ertüchtigung oder die geistige Übung im Bemühen um Weisheit und Sittlichkeit, heute vor allem im religiösen Sinn gebraucht; in vielen Religionen geübt als Enthaltung von Nahrung und Geschlechtsverkehr oder als Selbstpeinigung. Ziel ist die magisch oder mystisch gedachte Vereinigung mit der Gottheit oder die Erlangung übersinnlicher Fähigkeiten. Im Christentum wird Askese positiv verstanden 1. als Einübung in christliches Leben, 2. als Streben nach christlicher Vollkommenheit (Asketik) und 3. als besondere Entsagung des Irdischen zum Zeichen der Erwartung des Himmelreichs; so besonders im Ordensstand der katholischen Kirche.
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