Lexikon
Cạto
Cato war zu den Karthagern und dem Numiden Massinissa, die miteinander Krieg führten, geschickt worden, um sich über die Ursachen ihres Zwistes zu unterrichten. Denn Massinissa war von Anfang an ein Freund des römischen Volkes, und die Karthager hatten zwar seit der Niederlage durch Scipio mit ihnen Frieden, waren aber durch Gebietsverlust und einen schweren Tribut geschwächt worden. Als er nun die Stadt nicht, wie die Römer glaubten, gedrückt und gedemütigt vorfand, sondern reich an kräftiger, junger Mannschaft, strotzend von Reichtum, voll von mancherlei Waffen und Kriegsmaterial ..., so meinte er, ... dass sie, wenn sie eine ihnen von alters feindliche, hasserfüllte, nun auf wunderbare Weise neu erstarkte Stadt nicht gänzlich unterwürfen, wieder in dieselbe Gefahr kämen. Er kehrte also eilends nach Rom zurück und trug dem Senat vor, die früheren Niederlagen und Unfälle der Karthager hätten nicht so sehr ihre Macht als ihren Unverstand vermindert und sie augenscheinlich nicht schwächer, sondern kriegserfahrener gemacht, und nun seien die Kämpfe mit den Numidiern bereits eine Vorübung für die mit den Römern, und Friede und Vertrag sei nur ein Deckname für Aufschub des Krieges, der auf seine Stunde harre.
Nach diesen Worten ließ Cato im Senat, so wird erzählt, während er die Toga aufnahm, absichtlich ein paar afrikanische Feigen fallen; und als man ihre Größe und Güte bewunderte, sagte er: 〉Das Land, das diese Feigen trägt, ist nur drei Tage Seefahrt von Rom entfernt.〈 Ein noch stärkeres Druckmittel war, dass er bei jeglicher Sache, über die er seine Meinung abzugeben hatte, den Satz hinzufügte: 〉Ferner stimme ich dafür, dass Karthago nicht bestehenbleiben darf (cetereum censeo Carthaginem esse delendam).〈
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