Lexikon
Diabẹtes insịpidus
[der; grch.-lat.]
Wasserharnruhreine schwere Störung der Harnausscheidung durch eine verminderte Wasseraufnahme in den Nieren und daraus folgende Ausscheidung großer, wässrig-verdünnter Harnmengen. Die Ursachen bestehen in einer Störung des Adiuretin-Haushalts, einem entscheidenden Hormon zur Regulation des Wasserhaushalts des Körpers durch die Nieren. Es liegt entweder eine Störung der Produktion bzw. Ausschüttung oder eine mangelhafte Aufnahme des Hormons durch die Nieren vor oder es wird im Rahmen einer Schwangerschaft vorzeitig abgebaut. Da täglich große Mengen (4–10 l, manchmal mehr) des verdünnten Harns ausgeschieden werden, besteht die Gefahr einer Austrocknung des Körpers. Die Folge ist ein nahezu unstillbarer, quälender Durst, da entsprechende Flüssigkeitsmengen wieder zugeführt werden müssen. Die Behandlung erfolgt durch massive Flüssigkeitszufuhr und Therapie der Ursache.
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