Lexikon
Erdöl als Waffe
Die arabischen Erdöl exportierenden Länder tragen zum Wohlstand der Welt, zum Wohlergehen und zur Wirtschaft bei, indem sie Mengen dieses pulsierenden Naturreichtums exportieren ... Israel hat im Jahre 1967 die Schließung des Suezkanals und die europäische Wirtschaft mit den Folgen belastet. Zum dritten Mal ist es zu einem Krieg gekommen, weil Israel mit Unterstützung und Rückendeckung der Vereinigten Staaten uns unsere legitimen Rechte nicht zugestehen will. Die Araber sehen sich deshalb zu dem Schritt veranlasst, mit den wirtschaftlichen Opfern Schluss zu machen, die für sie die Produktion ihres sprudelnden Ölreichtums in einem Umfang bedeutet, der über das hinausgeht, was durch die wirtschaftlichen Faktoren in ihren Staaten gerechtfertigt ist - es sei denn, die Weltgemeinschaft geht daran und bringt die Dinge wieder in Ordnung, zwingt Israel zum Rückzug aus unseren besetzten Gebieten und bringt den Vereinigten Staaten den ungeheuren Preis zum Bewusstsein, den die großen Industriestaaten als Resultat blinder und grenzenloser Unterstützung der USA für Israel zu zahlen haben. Aus diesem Grunde hat die Konferenz der arabischen Ölminister, die am 17. Oktober in Kuwait tagte, beschlossen, unverzüglich in jedem arabischen erdölproduzierenden Land mit einer Produktionsverminderung um nicht weniger als 5% der Förderung für den Monat September zu beginnen. Die gleiche Maßnahme wird jeden Monat erfolgen, und die Ölförderung wird um den gleichen Prozentsatz der Vormonatsproduktion gekürzt, bis die israelischen Truppen alle im Junikrieg von 1967 besetzten Gebiete geräumt haben und die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes wieder hergestellt sind ..."
Wie sich Menschenmassen bewegen
Dicht gedrängte Menschenmengen entwickeln eine Eigendynamik, die zu einer tödlichen Gefahr werden kann. So wurden 2010 bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen zu Tode gequetscht und hunderte weitere schwer verletzt. Bisher galten die kollektiven Bewegungsmuster solcher Mengen als chaotisch und unvorhersehbar. Doch eine Studie...
Moderne Sisyphusse
Experimentelle Forschung braucht Geld. Manchmal viel Geld. Wenn man als Wissenschaftler an einem nicht industriellen Forschungsinstitut arbeitet – also beispielsweise einer Universität oder einem Max-Planck-Institut –, spendieren hierzulande in aller Regel steuerfinanzierte Fördergeber wie das Bundesforschungsministerium, die...