Lexikon
Frạnco
Franco BahamondeFranco, Francisco
Francisco Franco
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Franco leitete die Militärakademie in Saragossa und war 1934 Chef des Generalstabs. Er wurde nach dem Wahlerfolg der Volksfront auf die Kanarischen Inseln abgeschoben und organisierte von dort und den spanischen Besitzungen in Afrika aus im Sommer 1936 den Putsch der nationalistischen und konservativ-klerikalen Kräfte. Mit der Unterstützung deutscher und italienischer Verbände gewann er den bis 1939 dauernden Spanischen Bürgerkrieg gegen Republikaner, Sozialisten und Kommunisten.
Als Staatsführer (1936 Caudillo), Oberbefehlshaber (Generalissimus) der nationalen Streitkräfte und Chef der Falange (1937), bildete er ein diktatorisches, auf Armee, katholischen Klerus und Großgrundbesitz gestütztes Regime, dem er bis bis 1975 vorstand.
Franco blieb im 2. Weltkrieg neutral, entsandte aber 1940 Freiwillige (Blaue Division) gegen die UdSSR. 1947 ließ er Spanien zur Monarchie erklären und einigte sich mit dem in Portugal im Exil lebenden Thronprätendenten Don Juan über die Thronfolge für dessen Sohn Juan Carlos. Nach 1965 liberalisierte Franco das Regime infolge von Streiks und Unruhen sowie aufgrund der teilweise veränderten Haltung der Kirche (Referendum 1967, Pressegesetz, Staatsgrundgesetz). Mit einer forcierten Industrialisierung schloss er Spanien an die wirtschaftliche Entwicklung Westeuropas an, ohne jedoch die sozialen Widersprüche auszugleichen.
Außenpolitisch führte Franco Spanien durch Stützpunktabkommen mit den USA aus der Isolation heraus, in die es 1945 geraten war. Er pflegte Beziehungen zur arabischen Welt und zu den autoritären Regimen Lateinamerikas. In Europa betonte er die Freundschaft mit Portugal und suchte den Kontakt zu den westlichen Ländern, besonders Frankreich. Nach seinem Tode kehrte Spanien zur Demokratie zurück.
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